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Genthin: Kellerbrand in der Einsteinstraße// Mieter mit Schiebleiter gerettet

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 08.07.2020 / 13:56 Uhr von cl
Heute Vormittag rückten die Feuerwehren Genthin, Altenplathow, Mützel, Parchen und Jerichow zu einem Großeinsatz in die Einsteinstraße in Genthin aus. Dort stand ein Keller in Flammen. Bei Eintreffen der Rettungskräfte war bereits das gesamte Treppenhaus verqualmt. Die Feuerwehrkräfte rückten mit schwerem Atemschutzgerät an. Wir haben weitere Infos für euch:

Michael Voth, Sprecher der Feuerwehr Genthin, schildert den Einsatz für euch:

„Zu einem Großeinsatz von Rettungskräften kam es am Vormittag in der Genthiner Einsteinstraße. Mit der Meldung: „Kellerbrand“ wurden um 9 Uhr die Ortsfeuerwehren Altenplathow, Genthin, Mützel und Parchen sowie die Ortsfeuerwehr Jerichow mit der Drehleiter alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte den Einsatzort erreichten, war bereits das gesamte Treppenhaus verraucht. Dichter Rauch drang aus allen Tür- und Fensteröffnungen und drückte auch in die einzelnen Wohnungen. Im 2. und 3. Obergeschoss war die Rauchansammlung in den Wohnungen so groß, dass insgesamt fünf Mieter, darunter ein Kleinkind, durch die Feuerwehr über die Schiebleiter gerettet werden mussten.

Währenddessen wurde die Brandbekämpfung im Keller durch einen Atemschutztrupp mit einem C-Rohr vorgenommen. Während des gesamten Einsatzes kamen vier Trupps unter schwerem Atemschutz zum Einsatz. Nachdem das Feuer in zwei Kellerboxen gelöscht war, schloss sich die aufwendige Entrauchung des Mehrfamilienhauses an. Hierfür kamen zwei Hochleistungslüfter zum Einsatz.

Die Jerichower Drehleiter wurde alarmiert, da die Genthiner Leiter derzeit durch einen Defekt nicht einsatzbereit ist. Eine Reparatur erfolgt noch in dieser Woche. Die Leiter aus Jerichow ist zeitnah in Genthin eingetroffen, kam aber nicht aktiv zum Einsatz.

Der Rettungsdienst war mit insgesamt fünf Fahrzeugen vor Ort, davon zwei RTW und ein NEF aus der Wache Genthin, ein RTW aus der Wache Hohenseeden und ein RTW aus der Wache Drewitz. Durch den gerade laufenden Schichtwechsel auf der Rettungswache war das NEF mit zwei Notärzten besetzt. Die fünf geretteten Mieter wurden mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert.

Für die Genthiner Kameraden war der Einsatzort kein unbekannter, in den letzten 20 Jahren hatte es dort bereits mehrfach im Keller gebrannt. Nach dem schweren Wohnungsbrand vom 16. Juni, war dies der zweite anspruchsvolle Einsatz, der allen beteiligten Kameradinnen/en einiges abverlangte. Im laufenden Jahr erhöht sich damit die Einsatzzahl auf 76 Einsätze, im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt lediglich 51 Einsätze“, so Michael Voth. Insgesamt waren 23 Kameraden mit 7 Fahrzeugen im Einsatz. Nach 3 Stunden war der Einsatz beendet.

Bilder

Foto: Michael Voth
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