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Talente aus dem JL: Filmemacher arbeitete schon mit Matthias Schweighöfer und Til Schweiger

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Interview

Erstellt: 01.06.2020 / 08:10 von cl

Wir stellen euch auf dem Meetingpoint Talente aus unserer Region vor. Heute geht es um den 20-jährigen Lukas Richter aus Parey. Bekannt ist er im Jerichower Land vor allem als Produzent vom Nachwuchsgewinnungs- und Imagefilm der Genthiner Feuerwehr. Aber nicht nur das! Als Produktionsassistent hat er bereits mit den Filmstars Til Schweiger und Matthias Schweighöfer zusammengearbeitet und sich auch als Schauspieler ausprobiert. Bei uns lest ihr ein exklusives Interview mit dem jungen Filmemacher:

Meetingpoint JL: Wie bist du zur Schauspielerei gekommen?
Lukas Richter: Als ich etwa 14 Jahre alt war, habe ich angefangen mich für die Schauspielerei zu interessieren. Ich finde Schauspiel inspirierend und mir hat der Gedanke gefallen, für eine bestimmte Zeit eine andere Person zu sein und sich einfach in eine andere Welt zu begeben. Es ist schon einige Jahre her, da war ich bei einem Casting für eine Rolle in einem Jugendstück im Theater Magdeburg. Es folgten einige weitere Projekte, wie zum Beispiel die Mitarbeit an einem Musikvideo. So fing das Ganze an. Mit der Zeit konnte ich erste Kontakte, zum Beispiel mit Schauspielern und anderen Leuten hinter den Kulissen, knüpfen und bekam so auch die Chance, einige Filmpremieren und -feiern zu besuchen, welche wohlgemerkt die besten Kontaktmöglichkeiten sind. Einige Zeit hatte ich Unterricht bei einem Schauspielcoach in Berlin, das lief aber alles neben der Schule. Außerdem bin ich in einer Schauspielagentur registriert. Mittlerweile entwickelt sich mein Interesse aber eher in die Richtung der Filmproduktion.

Meetingpoint JL: Bei welchen Projekten hast du bereits mitgewirkt und was wäre dein Traumprojekt?
Lukas Richter: In der VOX-Serie „Club der roten Bänder“ hatte ich einmal eine kurze Nebenrolle. In zwei Filmen, die im Auftrag der ARD produziert wurden, war ich ebenfalls in kleinen Nebenrollen besetzt. Allerdings wurde einer der beiden Filme letztendlich nicht ausgestrahlt. Die Gründe dafür kenne ich nicht im Detail. Natürlich gab es auch viele Castings für bspw. Kinoproduktionen, aber da musste ich mich dann meistens guten Konkurrenten in der letzten Runde geschlagen geben. Im Theater in Magdeburg habe ich in dem Stück „Die Stunde da wir nichts voneinander wussten“ mitgespielt. Das war ein Stück komplett ohne Text, was aber trotzdem sehr aufwendig war. Die Arbeit im Bereich Produktion habe ich u.a. als Assistent der Aufnahmeleitung bei der Entstehung des Films „Krauses Umzug“, einer ARD-Produktion, begonnen. Da war es vor allem meine Aufgabe, zu koordinieren, darauf zu achten, dass die Dispo eingehalten wird und für die Schauspieler da zu sein.

Für die u.a. von Matthias Schweighöfer gegründete Filmproduktionsfirma Pantaleon Films war ich vergangenes Jahr von September bis Dezember bei der Produktion der Netflix-Serie „Das letzte Wort“ mit Anke Engelke in der Hauptrolle als Produktionsassistent dabei. Anschließend habe ich dort auch ein Stellenangebot im Haupthaus in München bekommen, es aber nach langer Überlegung und sehr vielen Gesprächen, vorerst abgelehnt, da ich in diesem Bereich erst einmal studieren möchte. Zuletzt war ich bei der Produktionsfirma von Til Schweiger, Barefoot Films, als Produktionsassistent für eine Romanverfilmung aktiv. Hier gab es aber einen Corona-Stopp und nun heißt es abwarten, da u.a. in Hamburg, an der Ostsee und im Land Brandenburg gedreht werden soll und es für alle Orte unter anderem neue Drehgenehmigungen benötigt. Anfang dieses Jahres war ich nun auch Produzent des Nachwuchsgewinnungsfilms der Genthiner Feuerwehr.

Natürlich möchte ich gerne selbst Filme zu produzieren. Ich bin nebenbei als selbstständiger Filmschaffender tätig und kooperiere des Öfteren mit zwei weiteren Selbstständigen. In dieser Konstellation treten wir unter dem Namen anmalu productions auf.

Meetingpoint JL: Planst du als Produzent in nächster Zeit weitere Projekte?
Lukas Richter: Ich habe aktuell drei Anfragen für Projekte im Jerichower Land, wovon eines auch ein größeres Projekt ist. Da laufen aber noch letzte vertragliche Abstimmungen, daher darf ich noch nicht zu viel verraten. Als anmalu productions haben wir demnächst ein Projekt aus Berlin, da geht es um einen interaktiven Film für Suchtprävention. Auch hier stehen noch letzte Absprachen bezüglich Details aus. Wir wollen auch zunehmend eigene Filme produzieren. Ich habe dafür auch schon vier Drehbücher geschrieben, wobei eines auch über 120 Seiten beinhaltet, doch dies natürlich in der Produktion einen längeren Zeitraum benötigt.

In der Filmbranche, und vor allem der Produktion, braucht man vor allem ein Aushängeschild, also gute Referenzen und Kontakte. Das ist in meinem Fall z.B. die Zusammenarbeit als Produktionsassistent mit Til Schweiger und Matthias Schweighöfer, oder auch Kontakte zu den Schauspielern Aaron Hilmer (bekannt u.a. aus „Das schönste Mädchen der Welt“, „SOKO Leipzig“) und Damian Thüne (bekannt u.a. aus „Schloss Einstein“, „Großstadtrevier“), sowie den Regisseuren Pola Beck und Aaron Lehmann.

Meetingpoint JL: Gab es bei Projekten mal Pannen, lustige Erlebnisse oder Dinge, die dir besonders im Gedächtnis geblieben sind?
Lukas Richter: Bei einem Dreh für ein Musikvideo haben wir Darsteller kurzfristig erfahren, dass wir alle grüne Kontaktlinsen tragen sollen. Davon stand nichts im Vertrag. Ich habe dann erstmal eine halbe Stunde gebraucht, ehe ich diese Kontaktlinsen drin hatte.

Beim Dreh für den Nachwuchsgewinnungsfilm der Genthiner Feuerwehr gab es an einem Abend einen richtigen Einsatz. Letztendlich hatte der Wehrleiter aber gut organisiert, wer zum Einsatz rausfährt, sodass wir die Dreharbeiten fast ohne Störungen fortsetzen konnten.

Typisch im Theater ist es, dass man sich auch mal verspricht oder mal irgendwo auf der Bühne komplett falsch langläuft. Das ist da anders als beim Film, im Theater gibt es keine Wiederholung. Da muss man dann schnell reagieren. Das Gute ist, dass die Zuschauer ja nicht wissen, was da genau im Text steht.

Was mir immer wieder auffällt ist, dass von vielen Leuten unterschätzt wird, welchen Aufwand man als Schauspieler wirklich betreibt. Es ist ja nicht nur das reine Spielen. Neben dem Textlernen muss man sich auch intensiv auf eine Rolle vorbereiten. Das passiert alles unbezahlt, noch bevor es richtig losgeht. In meinem Fall als Produzent kommen auch umfangreiche Nacharbeiten dazu. Zum Beispiel sind wir gerade intensiv dabei, die Premiere des Imagefilms für die Genthiner Feuerwehr, die ja vorerst ausfallen musste, zu planen. Hierfür ist ein Hygienekonzept nötig und es müssen verschiedene Absprachen mit den beteiligten Akteuren getroffen werden etc.

Meetingpoint JL: Bis vergangenes Jahr warst du Schüler und alle anderen Projekte liefen nebenbei. Wie geht es beruflich nun weiter für dich?
Lukas Richter: Ich werde mich im Bereich Filmproduktion spezialisieren und möchte dafür an der Filmhochschule Babelsberg studieren. Mein Ziel ist es, in der Branche als Produzent fest Fuß zu fassen und Filme selbst zu produzieren. Mein Zukunftswunsch wäre es, mehr im Bereich Kino als im TV-Bereich zu arbeiten.

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Bilder


  • Jungschauspieler Lukas Richter, Quelle: Madis Luik

  • Schauspieler und Produzent Lukas Richter, Quelle: privat


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