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Heute Tag der Feuerwehr: Elbe-Pareys Gemeindewehrleiter Steve Flügge im Interview

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Interview

Erstellt: 30.05.2020 / 07:05 von cl

Heute am Tag der Feuerwehr stellen wir euch engagierte Feuerwehrleute aus dem Jerichower Land vor, die sprichwörtlich für ihr Ehrenamt brennen. Den Anfang macht Steve Flügge aus Zerben. Er ist der Gemeindewehrleiter in Elbe-Parey und seine fast 30-jährige Feuerwehrlaufbahn zählt so einige Höhepunkte. Im exklusiven Interview spricht er über seine Aufgaben, Herausforderungen und Zukunftswünsche für die Feuerwehr:

Meetingpoint JL: Seit wann bist du bei der Feuerwehr dabei und was waren deine bisherigen Stationen in deiner Feuerwehrlaufbahn?

Steve Flügge: Ich bin im Jahr 1992 in die Freiwillige Feuerwehr Zerben eingetreten. Dort habe ich auch meine Ausbildungen, u.a. zum Truppmann und Maschinisten gemacht. Ich habe mich seitdem stetig weiter qualifiziert. Aus arbeitstechnischen Gründen bin ich damals nicht zur Bundeswehr gegangen. Dafür habe ich mich für 12 Jahre als Mitglied im Katastrophenschutz verpflichtet, da bin ich seit 1996 dabei. 2004 wurde ich zum stellvertretenden Ortswehrleiter der Feuerwehr Zerben und 2016 schließlich Ortswehrleiter.

Im Jahr 2014 wurde ich zunächst kommissarischer Gemeindewehrleiter und seit 2019 bin ich als Gemeindewehrleiter in Elbe-Parey eingesetzt. Seit 2006 bin ich außerdem Bereitschaftsführer der Feuerwehrbereitschaft des Landkreises Jerichower Land und aktuell Leiter des Fachdienstes Brandschutz im Katastrophenschutz des Landkreises. Seit 2010 bin ich Kreisausbilder für Atemschutzgeräteträger und externer Trainer für Heißausbildung im Feuerwehrübungshaus im IBK Heyrothsberge. Des Weiteren bin ich Ausbilder für Absturzsicherung und Motorsägenführer.

Meetingpoint JL: Was sind deine Aufgaben als Gemeindewehrleiter in der Gemeinde Elbe-Parey?

Steve Flügge: Die Aufgaben als Gemeindewehrleiter sind vielseitig. In dieser Position bin ich zusammen mit meinem Stellvertreter das Bindeglied zwischen den Ortswehren und der Gemeindeverwaltung. Zu den Aufgaben gehören folglich die Abstimmung mit den Ortswehren und Absprachen mit der Verwaltung über z.B. neue Anschaffungen oder Weiterbildungen. Diese Aufgabe ist ein Ehrenamt, aber wenn man meine Familie manchmal fragt, mache ich „zu viel“ dafür.

Man kann schon sagen, dass durchschnittlich 2 Stunden Arbeit täglich dafür anfallen, manchmal auch mehr, unabhängig davon, ob gerade Einsätze sind. Zum Beispiel planen wir auch Übungen und es gibt Papierkram zu machen. Bei der Arbeit überwiegt aber eindeutig der Spaß. Wichtig ist zu sagen, dass ohne die Unterstützung der Kameraden und deren Familien, die auch Verständnis aufbringen, die Aufgaben nicht zu meistern wären. Allein wäre das nicht zu stemmen.

Meetingpoint JL: Was begeistert dich an der Arbeit in der Feuerwehr? Warum engagierst du dich ehrenamtlich?

Steve Flügge: Mich begeistert vor allem der Zusammenhalt und die Kameradschaft in den Feuerwehren in der Gemeinde Elbe-Parey. Es herrscht ein gutes Gemeinschaftsgefühl unter den Feuerwehrleuten. Vor allem möchte ich Menschen helfen. Bei Einsätzen warten immer wieder Herausforderungen auf uns, das macht die Arbeit außerdem abwechslungsreich. Außerdem planen wir auch gemeinschaftliche Sachen, die viel Spaß machen. Dazu zählen Feiern, Jubiläen, Aktionen mit den Jugendlichen etc.

Wir haben aktuell etwa 60 Kinder und Jugendliche in 7 Ortswehren, die sich für die Feuerwehr in Elbe-Parey engagieren. Darauf sind wir stolz. Die Erfahrung hat in den vergangenen Jahren aber vor allem gezeigt, dass wir den Zulauf an aktiven Mitgliedern immer eher dann haben, wenn jemand in ein Dorf unserer Gemeinde zieht und noch nach einer sinnvollen Betätigung sucht. Viele Jugendliche gehen wegen Ausbildung oder Studium eher aus Elbe-Parey weg.

Wir haben außerdem sehr moderne Technik und Ausrüstung und dass wir das Vertrauen vom Träger haben, mit den Geräten fachgerecht umzugehen, ist auch ein Ansporn, der mich motiviert.

Meetingpoint JL: Was wünscht du dir für die Zukunft deiner Feuerwehr?

Steve Flügge: Ich wünsche mir, dass alle Feuerwehrmitglieder gesund und munter und vor allem mit dabei und Elbe-Parey treu bleiben. Wir haben 12 Kameraden in Parey, die in der Nähe arbeiten und in der kritischen Zeit, also unter der Woche zur normalen Arbeitszeit von 7-16 Uhr, gegebenenfalls freigestellt werden, um Einsätze abzusichern. Es hat sich außerdem eine gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren Genthin und Jerichow, vor allem für größere Einsätze oder während der Urlaubszeit und zu Feiertagen, entwickelt.

Wir müssen sicherstellen, dass es realisierbar ist, dass spätestens 12 Minuten nach Alarmierung die Wehr am Einsatzort ist. Auch unter diesem Gesichtspunkt hat sich die Zusammenarbeit mit Genthin und Jerichow bewährt und dieses erfolgreiche Modell sollte auch weiterhin bestehen und weiterentwickelt werden.

Meetingpoint JL: Vor welchen schwierigen Aufgaben siehst du die Feuerwehr in Zukunft?

Steve Flügge: Wir haben mit der starken Zunahme der Wald- und Vegetationsbrände in unserer Region zu kämpfen. Das umfasst vor allem Brände in Wäldern, auf Wiesen und Feldern. Der Landkreis und auch die Gemeinden haben sich bereits Gedanken gemacht, wie wir gut gerüstet dafür sein können. Wir haben u.a. unsere Ausbildung entsprechend angepasst. Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass bei sehr großen Bränden viele Wehren zeitgleich gefordert sind.

Des Weiteren sind wir auch im Bereich Hochwasser durch die Nähe zur Elbe gut vorbereitet und im Katastrophenschutz eingebunden. In unserer Einheitsgemeinde haben wir gute Voraussetzungen für die kommenden Jahre. Es gibt einen guten Haushalt für die Feuerwehr und die Verwaltung sowie der Landkreis haben immer offene Ohren für unsere Anliegen und Bestrebungen im Brandschutz.

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Bilder


  • Elbe-Pareys Gemeindewehrleiter Steve Flügge (mitte), Quelle: privat


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