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Burger Bürgermeisterkandidaten Check: Heute im Interview Christian Werner

Theater
  • Erstellt: 24.05.2021 / 12:01 Uhr von rp
Fünf Bewerber und nur einer kann neuer Burger Bürgermeister werden. Heute stellen wir euch Christian Werner aus Detershagen vor. Der in Berlin geborene 46-jährige Berufssoldat lebt mit seiner Familie in Detershagen. Warum er neuer Bürgermeister werden möchte, worauf es ihm ankommt und wie Burg schuldenfrei werden kann, all das haben wir ihn gefragt:

Meetingpoint JL: Warum wollen Sie Bürgermeister werden und was befähigt Sie dazu?

Christian Werner:
Der Bürgermeister ist nicht nur der höchste Verwaltungsbeamte der Stadt, viel wichtiger ist die Verantwortung für die Bürger*innen der Stadt Burg und der umliegenden Dörfer. Mir ist es wichtig, dass Entscheidungen auf allen Ebenen zusammen mit der Bevölkerung getroffen werden, dazu braucht es neben den Verwaltungsabläufen in der Stadt vor allem ein offenes Ohr für die Ansichten, Nöte und Wünsche der Menschen.

Sehr häufig werden aus Kosten – oder Prestigegründen Sachverhalte entschieden, ohne dass es eine angemessene Beteiligung gibt. Dies möchte ich fördern, durch Bürgerversammlungen. Wir brauchen einen frischen Wind im Rathaus, denn nur so können wir uns als Stadt weiterentwickeln.

Als Ortschaftsrat in Detershagen habe ich gelernt, dass es viele Hürden gibt, wenn sich Bürger*innen für ihre Interessen einsetzen wollen. Um dem Abhilfe zu schaffen will ich Verwaltungsstrukturen vereinfachen und nach Außen hin transparenter gestalten.

Weiterhin soll in der Stadt Burg eine Stelle geschaffen werden, die sich hauptsächlich mit Förderungen beschäftigt. So soll es allen interessierten Bürger*innen einfacher möglich werden zu erfahren, wie sich Projekte, Anliegen und Vorhaben finanziell unterstützt bekommen.

Wichtig ist für mich auch unsere Natur. Wir leben hier in einer wunderschönen Umgebung, mit Wäldern und Wiesen. Deswegen brauchen wir eine klare Positionierung um die ökonomische Entwicklung der Stadt zu verbessern und gleichzeitig unsere Umwelt zu schützen.

Als Berufssoldat habe ich in meiner 27-jährigen Karriere in der Bundeswehr viel erlebt, von Einsätzen im Ausland bis hin zu Verwendungen in großen Behörden. Diese Erfahrungen haben mich geprägt und mir Einblicke in viele Bereiche gegeben. Aber was ich in dieser Zeit wirklich gelernt habe ist, dass das wichtigste die Menschen sind. Dafür möchte ich auch hier in Burg als Bürgermeister stehen.

Meetingpoint JL:Welchen Themen wollen Sie sich als Bürgermeister verschreiben und was liegt Ihnen insbesondere am Herzen?

Christian Werner:
Wichtig sind mir sichtbare Veränderungen. Auch wenn diese Veränderungen erstmal nur kleine Schritte sind. Nach der LAGA hat man das Gefühl bekommen das alles ein wenig eingeschlafen ist.

Es soll nicht zwingend das Rad neu erfunden werden, vielmehr geht es darum vorhandene Kapazitäten effizienter zu nutzen.

Dem Vandalismus muss Einhalt geboten werden, hier wird die gesamte Gesellschaft geschädigt. Wir leben inzwischen in einer Gesellschaft in der vieles selbstverständlich ist und die mutwillige Zerstörung fremden Eigentums billigend in Kauf genommen wird.

Die Innenstadt von Burg sollte wieder für die Gesellschaft ansprechender sein, „das Auge isst immer mit“. Das sog. kleine Gewerbe muss mehr Unterstützung erfahren, das geht natürlich nur, wenn wir Burger dies auch nutzen.

Die Jugend muss mehr bedacht werden, vor allem in den umliegenden Ortschaften gibt es kaum bis gar keine Anlaufstellen wo sich getroffen werden könnte, z.B. Jugend Points, Skaterbahnen.

Das Ehrenamt ist in meinen Augen ein wichtiger Teil unserer Stadt, dieses sollte mehr wertgeschätzt werden. Verkehrshelfer an den Schulwegen, die Freiwilligen Feuerwehren, jeder noch so kleine Beitrag für die Gemeinschaft ist wichtig. Es müssen mehr Anreize geschaffen werden sich für unsere Gemeinschaft zu engagieren. Gemeinsam für Burg.

Der Nahverkehr muss verbessert werden, die anliegenden Ortschaften müssen hier besser eingebunden werden.

Radwege müssen weiter ausgebaut werden, auch hier hat Burg noch einigen Nachholbedarf.

Grünschnittplätze in den Ortschaften wiederzubeleben. Macht es wirklich Sinn das täglich Autos zur Deponie rollen oder alle zwei Wochen ein LKW den Grünschnitt abholt. Stichwort Umwelt.

Ein Wunsch wäre für mich, dass die Kinderbetreuung kostenfrei ist, sowie Schüler in den Schulen eine kostenfreie Mittagverpflegung erhalten. Mir ist bewusst das dieses nicht zum Nulltarif möglich ist. Aber ein Ziel was nicht unmöglich sein sollte.

Meetingpoint JL: Was unterscheidet Sie vom bisherigen Bürgermeister, was würden Sie übernehmen und womit wollen Sie Ihre eigenen Akzente setzen?

Christian Werner: Jeder Mensch hat seine eigene Persönlichkeit und ein Vergleich steht mir auch nicht zu. Ich möchte keine Akzente setzen. Burg und seine Bürger sollen Akzente setzen. Wir sollten gemeinsam Akzente setzen.

Meetingpoint JL: Gerade in der aktuellen Zeit ist die Digitalisierung auch hierzulande ein absolutes Novum in Sachen Gemeinschaftsentwicklung und Verwaltung, wie sieht die digitale Landschaft der Gemeinde Burg für Sie in den nächsten Jahren aus und was werden Sie für dessen Umsetzung tun?

Christian Werner:

Hier dürfen wir zukünftig nicht auf der Stelle treten. Die Digitalisierung in der Verwaltung ist unumgänglich und wird sich immer weiterentwickeln müssen.
Mobile Hotspots in Parks und der Innenstadt sollten nicht außergewöhnlich sein. Wir brauchen aber auch die entsprechen IT Spezialisten in Burg für solche Vorhaben.

Die ältere Generation unter uns, die nicht mit dieser digitalen Welt groß geworden ist, dürfen allerdings dabei nicht auf der Strecke bleiben. Ein „analoger“ Anlaufpunkt in der Verwaltung sollte jedoch immer bestehen bleiben und ein persönlicher Kontakt schadet auch nicht.

Meetingpoint JL: Auch Burg hat ein enormes Haushaltsdefizit und muss genauso wie anderen Gemeinden bis 2028 schuldenfrei sein. Wie sieht Ihr Plan für das Haushaltskonsolidierungskonzept 2028 im Groben aus, Konsolidierung auf den Schultern der Bürger und Unternehmen oder haben Sie eventuell einen eigenen Ansatz für 2028?

Christian Werner:
Burg ist auf einem ganz guten Weg. Um dieses Ziel zu erreichen muss gespart werden, aber auch mit Sinn und Verstand. Ein sog. „kaputt“ Sparen der Stadt hilft niemandem. Die Last kann nicht von den Bürgern und Unternehmen getragen werden. Die Belastung für den Bürger ist bereits an ihre Schmerzgrenze angelangt (CO2 Steuer, Kinderbetreuungskosten u.s.w.).

Jeder sollte sich bewusst sein, dass äußere Faktoren nicht berechenbar sind. Burg besitzt eine sehr gute Infrastruktur für die Unternehmen (Straßen u. Seewege), hier muss man attraktiver werden, damit sich Unternehmen in Burg ansiedeln.

WICHTIG: Wir haben für euch alle Burger Bürgermeisterkandidaten im Interview befragt. [Hier] lest ihr die Meinungen jedes einzelnen Kandidaten. 



Bilder

Bürgermeisterkandidat Christian Werner. Foto: Christian Werner
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