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Im Interview: Burger Bürgermeister Rehbaum zieht nach Rücktritt Bilanz

Theater
  • Erstellt: 26.01.2021 / 17:01 Uhr von rp
In Burg wird demnächst ein neuer Bürgermeister bzw. Bürgermeisterin gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Jörg Rehbaum (SPD) wechselt zur Stadt Magdeburg. Wir berichteten Klick. Doch wie schätzt der SPD-Politiker seine 11-jährige Amtszeit ein? Was hätte anders gemacht werden können und was sind die schönsten Erinnerungen? Wir haben für euch nachgefragt:

Meetingpoint JL_: Wie haben Sie die Nachricht über die Wahl zum Beigeordneten der Stadt Magdeburg aufgefasst?

Jörg Rehbaum: Ich konnte die Wahl zum Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr der Landeshauptstadt Magdeburg gleich im ersten Wahlgang für mich entscheiden. Dieses klare Ergebnis ist für mich ein großer Vertrauensvorschuss und hat mich sehr stolz und glücklich gemacht.

Meetingpoint JL_: Was sind Ihre schönsten Erinnerungen an Ihre Bürgermeisterzeit?

Jörg Rehbaum:
Meine inzwischen nahezu elfjährige Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Burg verbinde ich mit sehr vielen schönen Erinnerungen. Die meisten dieser schönen Erinnerungen sind im Zusammenhang mit Meilensteinen der Entwicklung der Stadt Burg entstanden. Ich denke da zum Beispiel an die Landesgartenschau hier bei uns in Burg und die vielen wichtigen Entwicklungen, die durch dieses Großereignis angestoßen wurden. Ich freue mich aber genauso darüber, dass im Herzen unserer Stadt, am Rolandplatz die „scharfe Ecke“ und die angrenzenden Gebäudekanten wiederhergestellt werden, denkmalgeschützte Gebäudesubstanz der ehemaligen Brauerei saniert wurde und wird und alles zusammen wieder ein festes, zukunftsträchtiges Ensemble bildet. Stolz bin ich darauf, dass unsere bereits mehr als 300-jährige Tradition als Garnisonsstadt fortgesetzt wird und wir wieder Regimentsstandort sind.

Ebenso zukunftsweisend ist die stetige und erfolgreiche Entwicklung unseres Gewerbegebietes, welches in diesem Jahr 30 Jahre alt wird und inzwischen mehr als 2.000 Menschen Arbeit gibt und Familien ernährt. Eine solche Erfolgsgeschichte können in den neuen Bundesländern nicht viele Städte unserer Größenklasse aufweisen. Abschließend möchte ich die vielen Projekte zusammenfassend benennen, die dazu beigetragen haben, dass es sich hier bei uns in Burg gut leben, gut arbeiten und gut verweilen lässt. Mit all diesen Ereignissen verbinde ich viele schöne Erinnerungen.


Meetingpoint JL_: Was bedauern Sie eventuell in Ihrer Amtszeit und hätten es aus heutiger Sicht anders gemacht?

Jörg Rehbaum:
Wenn man sich elf Jahre lang einer solch großen Herausforderung wie die Weiterentwicklung der Kreisstadt Burg widmet, dann hinterlässt man dabei eine individuelle Handschrift. Ich bin allerdings nicht der Auffassung, dass diese eine individuelle Handschrift und sei es auch die des Bürgermeisters bzw. der Bürgermeisterin, tatsächlich grundlegend die Entwicklung einer Stadt prägt.

Vielmehr ist es doch das Gemeinschaftswerk all derer die sich für die Entwicklung der Stadt einsetzen, ist es doch die Mischung der vielen einzelnen, individuellen Handschriften die zum Erfolg führt. In diesem Sinne ist mein Eindruck, dass uns hier in Burg in den letzten Jahren sehr viel Gutes und Bemerkenswertes gelungen ist und dass wir auf die Entwicklung unserer Stadt gemeinsam stolz sein können.

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