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Möser: Jahresendinterview mit Bürgermeister Bernd Köppen

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Interview

Erstellt: 01.01.2021 / 15:03 von rp

Das neue Jahr ist erst wenige Stunden alt. Was hält es in der Gemeinde Möser parat und wie lief 2020 dort? Wir haben bei Bürgermeister Bernd Köppen nachgefragt:

Meetingpoint JL: Was waren aus Ihrer Sicht die drei besten Ereignisse für die Gemeinde in 2020 und warum? Bernd Köppen: Der Baubeginn Hochwasserschutzmauer Hohenwarthe, nach mehr als 5 Jahren Vorbereitung schafft nun eine Sicherung des Hochufers vor möglichen weiteren Hochwasserschäden.

Der Bau eines direkten Radweges zur Verbindung der Orte Lostau und Hohenwarthe war jahrelang der Wunsch vieler Bürger. Nach vielen Anläufen und Planungsentwürfen wird dieser Wunsch nun Realität. Die Spatenstiche für beide Maßnahmen fanden zu Beginn des Jahres 2020 in einer noch relativ coronaentspannten Zeit statt. Danach war die Zeit eine völlig andere. Nach der Entscheidung des Gemeinderates, dass die Fahrzeugtechnik der Feuerwehr in den nächsten Jahren ein besonderer Schwerpunkt der Investitionstätigkeit der Gemeinde sein soll, erhielt die Gemeinde den Zuwendungsvertrag für ein Feuerwehr-Fahrzeug TLF 3000. Dies war schon ein besonderes Ereignis, da die Bewerbung im Wettbewerb mit anderen größeren Städten erfolgte und der Zuschlag dazu völlig überraschend kam.

Meetingpoint JL: Was waren die drei größten Herausforderungen?
Bernd Köppen: Das Jahr 2020 wurde eigentlich ausschließlich durch die Coronapandemie geprägt. Von daher war das ganze Jahr in vielen Bereichen und Belangen schon eine Herausforderung für sich. Ob emotionaler Umgang mit der neuen Situation,ob Probleme in vielen Familien,ob Aufrechterhaltung der Verwaltungsleistung der Gemeinde trotz vieler personeller Ausfälle, ob die Weiterführung des Sitzungsdienstes der kommunalen Gremien unter den erschwerten Bedingungen, ob der Umgang mit Bürgern bei Beratungsterminen in der Verwaltung…….alles war völlig ungewohnt und neu und musste gemeistert werden.

Meetingpoint JL: Welche Ziele gibt es für die Gemeinde 2021? Wo, wird was investiert?
Bernd Köppen: Der Baubeginn für den Neubau der Kita Lostau sollte eigentlich schon 2020 erfolgen, verzögerte sich durch Probleme bei der Ausschreibung,wird nun aber Anfang 2021 erfolgen. Weitere wichtige Ziele sind die Sanierung des Schulhortgebäudes, der Ausbau des ländlichen Weges zwischen Körbelitz und Gerwisch, der Umbau des FFW-Gerätehauses Körbelitz, die Fertigstellung des 2. BA Radweg Lostau- Hohenwarthe, die weitere Erschließung des Wohngebietes Möser/Brunnenbreite,die Realisierung des touristische Leit -und Beschilderungssystems der Gemeinde


Meetingpoint JL: Was möchten Sie 2021 unbedingt für Ihre Gemeinde in Angriff nehmen? Was hat Priorität?
Bernd Köppen: Der Ausbau eines flächendeckenden Glasfasernetzes der Gemeinde durch die Fa.Deutsche Glasfaser bei Erreichen einer Anschlussquote von 40 % wäre damit ein ganz ganz wichtiger Schritt für die Gemeinde in Richtung Zukunft. Ob dies so geschieht, entscheidet sich im ersten Halbjahr 2021. Ich hoffe nur ,dass sich unsere Dorfgemeinschaft in großer Zahl für diesen Schritt entscheidet. Die Indienststellung des neuen Fahrzeuges für die Feuerwehr TLF 3000 ist ebenfalls ein ganz wichtiger Schritt für die Absicherung der Bereitschaft unserer Feuerwehr.

Meetingpoint JL: Welcher war Ihr Lieblingsaugenblick 2020 und warum?
Bernd Köppen: Bei der jährliche Baumpflanzung mit den Schülern der 1. Klassen schaut man in fröhliche,glückliche und erwartungsvolle Kinderaugen voller Neugier und hat damit auch ein Stückchen Zukunft der Gemeinde vor Augen Der Erhalt eines Zuwendungsvertrages für ein Hubrettungsfahrzeug DLAK 23/12 für die Feuerwehr vor wenigen Tagen war ebenfalls so ein wundervoller Augenblick.Jahrelang wurde dafür gekämpft und nun hält man ein erstes Stückchen davon in den Händen, wunderschönes Weihnachtsgeschenk für die Gemeinde. Realität wird dies natürlich erst nach Absicherung der Gesamzfinanzierung bei 270.000 EUR Förderung dann im Jahr 2022.

Meetingpoint JL: Inwiefern hatte Corona für Ihre Gemeinde Auswirkungen, und für die Bürger der Stadt? Welche Herausforderungen mussten Sie meistern? Bernd Köppen:
Zusätzliche Ausgaben für Schutzausrüstung und Hygienebedarf, Ausfälle bei der Gewerbesteuer sowie viele unter Zugzwang umgesetzte Digitalisierungsmaßnahmen belasteten die Gemeindefinanzen zusätzlich. Auch für die Bürger war es sicherlich erst einmal gewöhnungsbedürftig, dass die Verwaltung nur mit vorher fest vereinbarten Termin betreten werden durfte. Nach gewisser Zeit brachte dies für beide Seiten sogar Vorteile….z.B. ein Termin in der Meldestelle ohne Wartezeiten.

Meetingpoint JL: Gab es vielleicht auch positive Dinge, die Corona mit sich gebracht hat? Bernd Köppen:
Bestimmte Hygieneregeln, wie u.a. Handdesinfektion werden auf jeden Fall Bestand haben. Dies wird auch für Homeofficemaßnahmen und andere unter Zugzwang eingeführte Maßnahmen, wie u.a. Videokonferenzen gelten. Ich kann mir sogar vorstellen, dass in Zukunft dadurch einige früher in Präsenz durchgeführte Beratungen generell durch Liveübertragungen o.ä. ersetzt werden. Auch die eingeführte Online-Terminvergabe dürfte zukünftig weiter Bestand haben. Für viele Menschen bedeutet diese Coronazeit sicherlich ein intensives Nachdenken und sich auf das Wesentliche im Leben wieder zu konzentrieren. Den Leistungen vor Ort wieder mehr Aufmerksamkeit schenken und vertrauen….

Lassen Sie uns gemeinsam diese schwierige Zeiten überstehen …und nie den Optimismus verlieren.

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Bilder


  • Bernd Köppen, Quelle: Bernd Köppen


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