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Genthin: Wird die 850-Jahrfeier stattfinden? Planung von einem alternativen Weihnachtsmarkt ist bestätigt!

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Stadtgeschehen

Erstellt: 20.11.2020 / 07:41 von rp

Die 850-Jahrfeier der Stadt Genthin steht auch ohne Corona unter keinem guten Stern. Immer wieder wurden in der Vergangenheit grundlegende, wichtige Entscheidungen zum Jubiläumsfest aufgeschoben. So kam die Initiative des Festkomitees bis heute auf Verwaltungsebene ins Stocken. Außer einer ideenreichen Planung der Feier durch das Festkomitee, wurde nichts Greifbares präsentiert. Dies wurde gestern beim Hauptausschuss noch einmal deutlich. Wir waren für euch dabei:

850-Jahrfeier existiert bisher nur auf dem Papier
Das Komitee, unter der Führung von Thilo Voigt, hatte sich sehr für das Jubiläum engagiert. Was anfangs eigentlich nur eine Ideenschmiede und Bürgerinitiative sein wollte, ist nun eine Hauptkraft in der Planungsstruktur geworden. Einzig Marina Conradi, ist nach unseren Informationen, seitens der Stadt Genthin fest für die Planung einer ganzen Stadtfeier abgestellt. Zudem ist sie gleichermaßen die einzige offizielle Leiterin aller Arbeitsgruppen der 850-Jahrfeier.

Aber auch ihr sind bis heute offiziell die Hände gebunden, da die wichtige Organisationsstruktur unglücklich bestimmt wurde und der Tourismusverein Genthin, Jerichow, Elbe-Parey e.V. auf damalige Empfehlung des Bürgermeisters Matthias Günther (parteilos), durch einen Stadtratsbeschluss nicht Organisationsträger des Festkomitees geworden ist.

Günther meinte damals: „Der Tourismusverein ist nicht die gut geölte Maschine, wie alle glauben“.
Die Ironie an der Sache ist allerdings, dass auch im Fall, dass der Tourismusverein Träger des Festes gewesen wäre, Marina Conradi die Umsetzung theoretisch vollzogen hätte.

Probleme waren bekannt, doch anscheinend haben Befindlichkeiten eine Rolle gespielt
Vereinzelte Stadträte sahen in der Übertragung der Planung an die Stadt Genthin bereits im Frühjahr, die heute eingetretenen Schwierigkeiten. Doch die Mehrheit stimmte schlussendlich der Empfehlung des Bürgermeisters zu.

Falk Heidel (WG Pro Genthin/ FFW Parchen und Mützel), sagte in der Hauptausschusssitzung Anfang Oktober: „Diese Entscheidung war ein Fehler mit Ansage“, so Heidel.

„Ohne Moos nix los“, so könnte man eine Haushaltsperre bezeichnen.

Vermutlich hatte Heidel Recht, denn der Haushalt der Stadt Genthin ist eingefroren und man kommt buchstäblich nicht an die 115.000€, die für das Jubiläumsfest eingeplant sind. Anders wäre es gewesen, wenn die Stadt durch die outgesourcte Trägerschaft an den Tourismusverein, sich vor der Haushaltssperre einer vorvertraglichen Verbindlichkeit, in der Höhe des eingeplanten Geldes, verschrieben hätte.

So ist die Mittelfreigabe in Zeiten einer Haushaltsperre schwierig, da alle freiwilligen Leistungen in dieser einzustellen sind.

Auch für die Annahme von Spendengeldern ist für eine derartige Konstellation denkbar ungünstig, da über jede Spendeneinnahme der komplette Stadtrat entscheiden muss. Somit ist ein schnelles Abrufen ohne eilig einberufene Sondersitzung des Stadtrates undenkbar. Aber auch diese Sondersitzungen haben ihren gewissen bürokratischen Vorlauf.

In der Konstellation des Vereins hätten diese Gelder eingesammelt werden können. Da der Verein allerdings nicht gemeinnützig ist, wäre jeder Spendenbetrag steuerlich zu berücksichtigen gewesen.

Bisher keine offizielle Lösung präsentiert
Lutz Nitz (Die Grünen) und Wilmut Pflaumbaum (FDP) forderten in der Hauptausschusssitzung, als Thilo Voigt im Namen des Festkomitees den Vorschlag einer rund 6.000€ teuren Jubiläumsauftaktveranstaltung für den 5. Januar 2021, im Rahmen der 115.000€ einbrachte, dass Bürgermeister Günther und die Kämmerin der Stadt Genthin, Janett Zaumseil, sich bei der Kommunalaufsicht des Landkreises zu den Möglichkeiten einer Mittelfreigabe für die geplanten Maßnahmen zum Fest schlau machen sollen. Bis heute gibt es dazu keine öffentlich präsentierte Lösung.

Weihnachtmarkt und Jubiläumsauftaktveranstaltung sollen seitens der Stadt Genthin abgesagt werden

Eigentlich sollten beide Vorhaben, mit dem gestrigen Tag, schon zweimal abgesagt werden. Doch in der gestrigen Hauptausschusssitzung wurde diese Entscheidung wiederum in den Stadtrat verschoben.

Dennoch hatte man zu diesem Thema Standpunkte und Erkenntnisse erörtert.

Der Bürgermeister sieht in Anbetracht der epidemischen Lage keine Veranlassung einen Weihnachtsmarkt in Eigenregie durchzuführen, was nicht unüblich ist. Denn Genthin wäre somit die einzige Stadt, die einen Weihnachtsmarkt im Landkreis Jerichower Land, in Zeiten der Corona-Pandemie organisiert hätte.

Starker Wille
Stadtrat Sebastian Hahn (WG Pro Genthin, FFW Parchen, Mützel) hatte sich bereits im vorletzten Hauptausschuss dafür stark gemacht, dass man seitens der Verwaltung prüfen solle, unter welchen Bedingungen ein kleiner abgespeckter Weihnachtsmarkt möglich wäre. Stadtrat Nitz meinte damals, dass man mit dem Schausteller Schmidt sprechen soll, eventuell nehme er ja auf Eigenverantwortung eine Planung in die Hand.

Planung vom Schaustellerbetrieb ist nun durch den Bürgermeister bestätigt.
Bürgermeister Günther teilte gestern zwar den Widerwillen der Verwaltung, einen Weihnachtsmarkt durch die Stadt Genthin zu organisieren mit, jedoch machte er klar, dass der Veranstalter Schmidt eine derartige Ersatzveranstaltung auf die Beine stellen will. Dies hat nach seiner Aussage, ihm der Schausteller Schmidt selbst mitgeteilt.

Keine Auftaktveranstaltung und vermutlich auch keine 850 Jahrfeier 2021!

Auch die erste Stadt-Jubiläumsfeier am 5. Januar soll nicht stattfinden. Zwar hatte Stadtrat Nitz in der vorangegangenen Sitzung des Hauptausschusses vom Bürgermeister gefordert, eine Meinung des Festkomitees dazu einzuholen, jedoch war diese Meinungseinholung wohl eher eine Ansage.

So hätte man es auffassen können, da der Bürgermeister gestern auf Nachfrage von Nitz sagte, dass man seitens des Komitees gerne eine Auftaktveranstaltung gemacht hätte, aber man seine Entscheidung dazu akzeptiere, so der Bürgermeister. Bürgermeister Günther machte generell klar, dass seinerseits bis zum Abschluss der geplanten Impfmaßnahmen, keine größere Feier der Stadt Genthin durchgeführt wird.

Stadtrat Sebastian Hahn (WG Pro Genthin, FFW Parchen, Mützel), sah aufgrund dieser Äußerung die 850-Jahrfeier in Gefahr und Fragte explizit nach.

Der Bürgermeister bestätigte Hahns Vermutung und sieht nach seiner Aussage erst wieder große Feiern, wenn das Maß der Gefahr für die Bevölkerung auf ein erträgliches Minimum reduziert ist. Auf Nachfrage einer Alternative seitens Lutz Nitz, erwiderte der Bürgermeister „wie aus der Pistole geschossen“, Verschiebung!!!

Kleiner Wermutstropfen für die Vereine
Mehrheitlich verabschiedete der Hauptausschuss auf Antrag von Nitz einen Beschluss, dass die Stadt Genthin alle willigen Betreiber und Vereine zu erfragen und ggf. zu unterstützen hat, damit sie unter den aktuellen Bedingungen beim geplanten Alternativmarkt vom Schausteller Schmidt teilnehmen können. Dies könnte nach Vorstellung der Gremiumsmitglieder, in erster Linie die Übernahme der Standgebühren durch die Stadt Genthin bedeuten.

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