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Sommer-Update: Landwirte aus dem JL ziehen erste Ernte-Bilanz

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Stadtgeschehen

Erstellt: 29.06.2020 / 16:13 von cl

Die kommenden warmen Sommermonate bringen auch für die Landwirtschaft im Jerichower Land Herausforderungen mit sich. Obwohl es zuletzt mehrfach kräftig geregnet hatte, ist die Ernte einiger Erzeugnisse noch nicht gesichert. Wir haben uns bei den Agrarhöfen der Region erkundigt, welche Prognosen sie für die Ernte haben und wie sie sich auf die bevorstehenden Sommermonate vorbereiten.

Patrick Wolter, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Hohenseeden/ Parchen zieht in diesem Jahr ein bisher positives Fazit: „Dieses Jahr sind wir wettermäßig deutlich bessergestellt als in den letzten zwei Jahren. Im Frühjahr kam der Regen zwar zu spät für die Gerste, für andere Kulturen war die Regenmenge aber durchaus in Ordnung“, so Wolter.

In den 6-8 Wochen im Sommer, in denen das Getreide geerntet wird, wäre Starkregen laut Patrick Wolter nicht vorteilhaft. „In der Erntezeit wäre übermäßiger Regen schlecht. Die Qualität des Getreides würde darunter leiden“. Für den Mais und generell Erzeugnisse zur Futterproduktion würde es bis zum September aber noch einige Landregen brauchen, so Wolter. Unvorteilhaft sie es gewesen, dass es in der Masse wenig Regen gegeben hat, die vorhandenen Regenfälle dafür aber sehr stark waren.

Regen erreicht untere Erdschichten nicht

„Dadurch, dass teilweise zu viel Regen auf einmal kam, konnte der Boden das ganze Wasser nicht aufnehmen. Dadurch ist in den unteren Schichten bisher nichts angekommen“, erklärt Patrick Wolter. Für einen heißen und trockenen Sommer müssten während der Erntezeit erforderliche Brandsicherungsmaßnahmen getroffen werden. „Für die Felder war der Regen bisher in Ordnung, aber die Wälder brauchen dringend noch mehr Regen“, resümiert Wolter. In der Agrargenossenschaft Reesen sieht man den kommenden Monaten entspannt entgegen. „Meine persönliche Prognose ist, dass es ein durchwachsener Sommer wird“, meint Chef Hans-Georg Meyer und erklärt, dass er nicht mit einem so trockenen und heißen Sommer wie im vergangenen Jahr rechnet. Die trockenen Vorsommermonate hätten allerdings ihre Spuren hinterlassen. „Das Wintergetreide hat es in diesem Jahr schwer gehabt“, erklärt Hans-Georg Meyer.

Spezielle Bewässerungstechnik ist kostspielig

Das aktuelle Wetter sei gut und durch den Regen im April und Mai hätten vor allem der Mais und die Rüben profitiert. Trockene Tage und Wochen im Sommer könnten aber trotzdem zum Problem werden: „Wir müssen es so nehmen, wie es kommt und gegebenenfalls unsere Pläne anpassen. Aber wir können keine großen Sprenger zur Bewässerung auf den Feldern aufstellen. Dazu sind Genehmigungen nötig und wir brauchen spezielle Technik, die wir aktuell nicht haben“, so der Chef der Agrargenossenschaft Reesen.

Ähnlich sieht es auch bei der Agrargenossenschaft Wörmlitz aus. „Eine Beregnungsanlage ist eine sehr teure, langfristige Investition“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Andreas Thiele. Dadurch, dass vorwiegend mit Pachtflächen gearbeitet wird und man nie wisse, ob man dafür eine Verlängerung bekommt, sei eine solche Anschaffung auch schwierig.

Mittelmäßige Ernte erwartet

„Wenn die Fläche uns gekündigt wird und wir haben da eine große Beregnungsanlage zu stehen, ist das ungünstig. Außerdem werden auch die Genehmigungsverfahren für die Wasserrechte nicht einfacher“, erläutert Andreas Thiele. Anfang dieser Woche hatte auch der Landkreis zum sparsamen Umgang mit Wasser aufgerufen.

In Wörmlitz erwartet die Agrargenossenschaft in diesem Jahr eine mittelmäßige Ernte. Auch hier habe in den vorangegangenen Monaten Regen für das Getreide gefehlt. „Für das Getreide ist das zwar nicht besonders schön, aber noch okay“, meint Andreas Thiele. Die Genossenschaft hat durchwachsene Jahre hinter sich: im Jahr 2017 habe ein Hagelsturm im Juni die gesamte Ernte vernichtet. „In den vergangenen Jahren 2018 und 2019 sind große Teile der Ernte durch die heißen Sommer vertrocknet“, so Thiele.

Trockenzeiten überstehen

Auf einen Mehrjahreszeitraum betrachtet sei die Bilanz aber nicht völlig im Keller. „Wir hatten zwar trockene Zeiten, aber wir sind ja noch nicht in der Wüste. In den 1970er und 1980er Jahren hatten wir auch schon sehr trockene Jahre und haben es trotzdem geschafft“, resümiert der Vorstandsvorsitzende. Als Agrargenossenschaft kann man auch solche Phasen überstehen, meint Andreas Thiele. Es müsse dafür aber zwischen den trockenen Jahren auch immer wieder gute und regenreiche Jahre geben. Für den Mais und die Zuckerrüben sind die Aussichten in diesem Jahr gut. Diese werden im Herbst geerntet und bis dahin sei noch einiges an Regenfällen möglich. Jetzt steht in Wörmlitz aber erstmal die Ernte von Getreide, Raps und Erbsen an, so Thiele.

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  • Bildquelle: AGHOPA


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