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Frauentagsinterview: Powerfrau und Tierfreund Monika Urbanczik

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Interview

Erstellt: 08.03.2020 / 13:02 von mz

Auch im Jerichower Land wird heute der Internationale Frauentag gefeiert. Wir haben uns dazu mit zwei echten Powerfrauen aus unserer Region unterhalten. Als erstes möchten wir euch jetzt Monika Urbanczik aus Mützel bei Genthin vorstellen. Sie engagiert sich nicht nur für ihre Mitmenschen, sondern seit mehr als 5 Jahrzehnten für Tiere in Not:

1. Frau Urbanczik, heute wird der Internationale Frauentag gefeiert. Ist dieser Tag für Sie wichtig und wie werden Sie diesen begehen?
Der 08.03., der internationale Frauentag, ist für mich ein Tag wie jeder andere, da ich eine große Pflegestelle für Katzen habe und noch eine Kleintierpension betreibe und all diese Tiere verlassen sich auf mich, dass sie Futter, saubere Toiletten und auch saubere Zimmer bekommen. Und den Tieren ist es egal, ob da gerade der Tag der Frauen ist. Außerdem muss ich heute (08.03.) noch einen Pensionshund abholen, der vier Wochen bei mir einzieht, weil sein Frauchen ins Krankenhaus muss. Da ich aber trotz allem auch ein sehr großer Familienmensch bin, würde ich mich freuen, wenn mich meine Kinder und Enkel besuchen kommen. Meine Schwester und ich, waren gestern schon, bei unseren Eltern und haben Blumen mitgebracht. Uns ist es sehr, sehr wichtig, dass wir sie regelmäßig besuchen. Man weiß ja nie, wie lange wir noch das Glück dazu haben.

2. Viele Menschen im Jerichower Land kennen Sie als „Gute Seele“ für sämtliche Vierbeiner. Inwiefern engagieren Sie sich für den Tierschutz/bzw. für die Vierbeiner?
Seitdem ich ein kleines Kind war, also mittlerweile 5 Jahrzehnte widme ich mein ganzes Leben den Tieren, die ansonsten keine Lobby haben. Und dafür habe ich extra die gesamte obere Etage, meines Hauses, ausgebaut und viele Katzenzimmer geschaffen. Die Hunde sind mit mir in der unteren Etage und belagern mein Sofa. 😉 Außerdem versuchen Peggy Läue, mit der ich bei Facebook, die Seite Tierfreunde Genthin & Umgebung habe und die übrigens genauso eine Power Frau ist, so viele Tierbesitzer wie möglich zu überzeugen, ihre Katzen zu kastrieren und viele Menschen dazu zu bewegen, den armen Tieren in den privaten Pflegestellen, den Tierheimen und Tierschutzvereinen, die Chance auf eine eigene Familie zu geben und somit Tiervermehrer nicht zu unterstützen.

3. Was mögen Sie an Tieren? Warum sind Sie so hilfsbereit?
An den Tieren mag ich, dass sie mir mit ganz viel Liebe danken, im Gegensatz zu manchen Menschen. Wenn ich um Hilfe gebeten werde, wenn ein Tier schwer verletzt, krank, herrenlos usw ist, kann und will ich nicht nein sagen. Auch wenn ich gerade total belegt bin und auch wenn es heißt, dass ich wieder private, finanzielle Mittel dafür investiere. Egal, diese Tiere müssen unbedingt zum Tierarzt und brauchen hinterher besondere Pflege und dann ist es ihnen, für die erste Zeit jedenfalls egal, wie groß ein Zimmer ist. Hauptsache es ist warm, die Toiletten sind sauber und das Essen schmeckt.

4. Welches waren bisher die drei schönsten Momente in Ihrer Arbeit in Sachen Tierschutz?
1. Wenn man nach vielen schlaflosen Nächten und fast täglichen Tierarztbesuchen, schwer kranke, oder verletzte Tiere durchbekommt. Das jüngste Beispiel, die Katze Antonia, die mehr tot als lebendig, Anfang Januar, zu mir kam.

2. Wenn man seine Schützlinge an ganz liebe Familien vermittelt und dann komme ich schon zu Punkt drei...

3. Wenn diese Familien Bilder und Videos schicken, von meinen ehemaligen Schützlingen, in ihrem neuen Zuhause. Dann weiß man, dass man alles richtiggemacht hat und jede noch so große Mühe lohnt.

5. Sie sind außerdem selbstständig? Was mögen Sie an Ihrer Arbeit? Wo gibt es manchmal Hürden?
Mir war schon von klein auf klar, dass ich was mit Tieren machen möchte. Nach meiner Lehre als Zootechniker, der Arbeit in einem Tierheim und der jahrelangen Arbeit im Tierschutzverein, war klar, dass ich in kein Büro gehöre, sondern das ich mit Tieren weiterarbeiten möchte. Deshalb war die einzige Option, mich mit einer Tierpension und einem Hundefriseur selbständig zu machen.

Ich mag an meiner Arbeit, dass ich Tag und Nacht, mit Tieren zusammen bin. Und dass mit der Nacht ist wortwörtlich so gemeint, denn die Pensionshunde sind bei mir nicht in einem Zwinger weggesperrt, sondern liegen mit auf dem Sofa und wer es von Zuhause kennt, auch mit im Bett.

Die Besitzer freuen sich darüber, auch weil ich sie mit Fotos und kleinen Videos auf dem laufenden halte und deshalb kommen sie auch jedes Jahr wieder. Es sind dadurch schon richtige Hundefreundschaften entstanden, dass merkt man den Hunden an, wenn sie sich hier wieder treffen. Bei mir sollen eben alle Hunde und Katzen, wie ihre Herrchen, auch einen unvergesslichen Urlaub haben. Und dafür gebe ich alles und gehe täglich erst nach Mitternacht ins Bett und stehe kurz vor 06:00 Uhr wieder auf.

Hürden bei der Arbeit gibt es eigentlich sehr wenige und beim Tierschutz ist eins sehr wichtig und zwar, dass es endlich eine deutschlandweite Kastrationspflicht gibt. Und da wir es täglich mit Fundtieren zu tun haben, die weder gechipt, also auch nicht registriert sind, meine Bitte. Geht zum Tierarzt, lasst eure Tiere chippen und meldet sie z. B. beim Haustierregister TASSO an, dann kann man Herrchen und sein Tier ganz schnell wieder zusammenbringen.   

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Bilder


  • Monika Urbanczik, Foto: privat


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