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Interview: Landrat Burchhardt informiert über die aktuelle Lage zum Coronavirus im JL

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Interview

Erstellt: 05.03.2020 / 18:09 von mz

Sachsen-Anhalt ist das einzige Bundesland in dem bislang nicht das neuartige Coronavirus aufgetreten ist. Das Jerichower Land ist aber dennoch gut vorbereitet. Über die aktuelle Lage haben wir mit dem Landrat des Landkreises Jerichower Land, Dr. Steffen Burchhardt gesprochen:

1.) Inwiefern schätzen Sie die Lage im Landkreis Jerichower Land in Bezug auf das Coronavirus ein? Welche Pläne hat der Landkreis für den Notfall?
Wir sollten das Virus und die Hinweise im Umgang damit ernst nehmen, aber nicht in Panik verfallen. Wir hatten bislang 27 Verdachtsfälle, drei Personen befinden sich noch in der Diagnostikschleife und häuslicher Quarantäne, bei allen anderen konnte schon Entwarnung gegeben werden. Momentan ist ohnehin Erkältungszeit, viele Menschen kämpfen wie in jedem Jahr mit Husten und Schnupfen. Natürlich gibt es in allen Landkreisen Pandemiepläne für solche Fälle. In denen ist geregelt wie man der Verbreitung solcher Viren behördlich entgegentreten kann.

2.) Wie sind die Kliniken aus Ihrer Sicht im Jerichower Land bzw. des aufgestellt, um im Notfall Patienten aufnehmen zu können?
Wir sind froh, dass wir eigene leistungsfähige Kliniken im Landkreis haben. Insbesondere die Helios Klinik in Burg und die Lungenklinik in Lostau wären in der Lage einige Patienten aufzunehmen und professionell zu betreuen. Sie haben das entsprechende Fachpersonal und die Ressourcen um Betroffenen schnell zu helfen.

3.) Der Landkreis hat eine Arbeitsgruppe zu dem Coronavirus gebildet. Wie oft trifft sich diese? Was wird dort besprochen?
Es ist wichtig, dass alle Akteure und Institutionen sich vernetzen und regelmäßig über den aktuellen Sachstand in Kenntnis setzen. Dabei spielt die Entwicklung der Krankheit genauso eine Rolle wie die vorhandenen Kapazitäten und Ressourcen. Wir planen eben schon die nächsten Schritte, sollte der Virus sich auch hier verbreiten, mit dem Ziel einer möglichst guten Eindämmung. Wichtig ist aber, dass das öffentliche Leben so wenig wie möglich davon beeinträchtigt wird. Hier diskutieren wir die alltäglichen Probleme, die sich aus eventuellen Maßnahmen ergeben werden.

4.) Welche Schutzmaßnahmen hat der Landkreis in den vergangenen Tagen getroffen bzw. werden in öffentlichen Einrichtungen/Schulen getroffen? (Desinfektionsspender Aufstellung etc.)
Zunächst ist unsere Aufgabe die Sensibilisierung der Bevölkerung, denn jeder kann seinen Beitrag dazu leisten, dass die Verbreitung eingedämmt wird. Neben einer stärkeren Reinigung der Verwaltungsgebäude werden nach Verfügbarkeit auch zusätzlich Desinfektionsmittel in Verwaltung und den Schulen bereitgestellt. Das sorgfältige Händewaschen ist aber ein gleichwertiger Schutz.

5.) Wie ist der Ablauf in Schulen oder sonstigen öffentlichen Einrichtungen, sollte sich dort jemand infizieren?
Beim Auftreten erster Fälle sehen die Handlungsrichtlinien des Robert-Koch-Instituts die Isolierung der Betroffenen und die Identifizierung der Kontaktpersonen in deren Umfeld vor. Bei öffentlichen Einrichtungen kann es im Einzelfall dazu führen, dass diese vorübergehend geschlossen werden müssen. Hierzu wird es aber immer eine genaue Abwägung geben zwischen den Folgen und dem Nutzen einer solchen Maßnahme. (Aktuell ist das aber nicht absehbar).

6.) Was sollten Bürger tun, um sich vor dem Coronavirus zu schützen? Wohin können sich Bürger im Notfall wenden?
Wer Atemwegserkrankungen hat, sollte sich vernünftigerweise zu Hause auskurieren und nicht aus Pflichtgefühl zur Arbeit gehen und die Kollegen anstecken. Wenn alle die öffentlichen Hygiene-Hinweise befolgen, sollte das ein guter Schutz sein. Wer Kontakt zu einem Infizierten hatte oder aus Risikogebieten mit Erkältungssymptomen zurückkehrt, wird gebeten sich telefonisch mit seinem Hausarzt oder dem Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen.

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Bilder


  • Landrat Dr. Steffen Burchhardt. Foto: Landkreis JL


Kommentare (4)

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nachdenklich schrieb um 14:10 Uhr am 06.03.2020:

Die Bundesregierung hat am erst 04.03.2020 den Apotheken vorläufig die Herstellung von Desinfektionsmitteln durch Apotheken erlaubt! Weil man festgestellt hat, dass man die Produktion und Abgabesicherheit solcher wichtigen Produkte nicht anders gewährleisten kann!

Dass heißt nicht, dass diese von der Regierung umgesetzte EU- Richtlinie aufgehoben ist!

Genauso wie die „Medikamentensicherheit“ und „Medikamentenmengenbereitstellung“ durch EU- Richtlinien in Deutschland abgewertet worden ist! Darum kommt es zu Engpässen und manchen Sicherheitsbedenken. Es muss nur für 14 Tage die Sicherstellung der Versorgung gewährleitet werden.

Die EU- Kommission hatte auch der Verlagerung der Medikamentenproduktion nach China und Indien aus Profitgründen nichts entgegengesetzt.

Danke EU für die Fehlentscheidungen!

Rainer Tiede schrieb um 07:29 Uhr am 06.03.2020:

Vor dem grossen Rundumschlag gegen die EU, bitte richtig informieren. Die Herstellung
von Desinfektionsmitteln wurde ausdrücklich erlaubt.
Es muss auch nicht steril sein, sauber reicht.

nachdenklich schrieb um 01:19 Uhr am 06.03.2020:

Eine EU- Richtlinie verbietet den Apotheken die Herstellung von Desinfektionslösungen, früher durften sie das. Offensichtlich wollte die sog. EU- Kommission der Chemie- u. Medizinindustrie die Absatzmärkte verbessern.

Jetzt fällt uns in Deutschland diese nicht durchdachte Fehlentscheidung auf die Füße, denn Desinfektionslösungen sind fast überall ausverkauft und nicht lieferbar.

Man kann wieder nur sagen: „Danke, EU!“

Mette schrieb um 19:08 Uhr am 05.03.2020:

Desinfektionsmittel ist in unserer Schule in Gerwisch leider nicht vorhanden.