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Ein Tag als...Jugendbetreuer

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Stadtgeschehen

Erstellt: 11.01.2020 / 13:03 von mz/pm

"Ein Tag als...." darin probiert sich Christian Luckau vom DRK Regionalverband Magdeburg- JL. Heute berichtet er über seine Eindrücke zum Thema "Ein Tag im Jugendclub":

"Probleme von Kindern und Jugendlichen, wir Erwachsenen meinen diese zu kennen. Weit gefehlt! Kinder und Jugendliche haben häufig weitaus andere Dinge mit sich und ihrer Umwelt auszumachen, als wir Erwachsenen es glauben. Dies wurde mir in der Arbeit als Jugendbetreuer in den DRK-Jugendclub in der Gemeinde Möser bewusst.

Wenn Kim am Nachmittag traurig in den Jugendclub kommt, dann kann das an der Schule, an einer dummen Bemerkung im Bus oder mit Problemen zu Hause zu tun haben. Es kann aber auch Liebeskummer sein oder einfach schlechte Laune. Um das herauszubekommen braucht es Zeit, aber vor allem Vertrauen.

Vertrauen, dass sich Jugendbetreuer erst erarbeiten müssen. Nicht unbedingt, indem sie die Regeln der Eltern übernehmen, aber auch nicht dadurch, den Drang nach dem Unbekannten und dem Ausreizen von Grenzen frei zuzulassen. Jugend ist energetisch, wissbegierig und selten Neutral. Jugend hat eine Meinung, auch schon im Kindesalter. Diese Meinung uneingeschränkt zu hören, sie zu tolerieren, sie aber nicht unbedingt immer zu akzeptieren, diese Waagschale beinhaltet den Schlüssel zum Vertrauen den Jugendbetreuer für ihre Arbeit brauchen.

Ein Jugendclub ist doch vor allem eines - Treffpunkt. Ein Treffpunkt von Gleichaltrigen, von Freundeskreisen und Personen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten.

Der Jugendclub ist aber auch ein Raum für Freiheiten, die sonst nicht gegeben sind. Wie in der Jugendsprache, die immer wieder Stile bricht. Jugendsprache ist schon mal laut, ungestüm, aber selten bösartig. Für viele Elternhäuser ist Jugendsprache ungewohnt und deshalb ein Grund zur Einschränkung. Die Freiheit Sprache weiter zu entwickeln und auszureizen findet sich ebenso im Jugendclub, wie Dinge zu erfahren, die Schule, Vereine und Elternhaus nicht immer mitgeben können.

Eine Tagesfahrt, das Ferienprogramm, dass immer im Laufe des Jahres für die nächstfolgenden Ferien zu erarbeiten ist, kann diese Erfahrungen möglich machen. Raus aus dem Zwang, den die Gesellschaft bereits Kindern und Jugendlichen auferlegt, hinein in neue Abenteuer, abgesichert durch das Jugendschutzgesetz und die Regelungen, die von der Jugend und den Jugendbetreuern gemeinsam aufgestellt wurden. So kommen Dinge ins Rollen, die über die Kugeln des Billardtisches oder den Ball im Tischkickern hinausgehen. Dinge, die zu einer Gemeinschaft führen, die am Ende die Vibrationen des Lebens von den der dröhnenden Musikboxen abkoppelt.

So formt sich in Wellen eine Gemeinschaft von Kinder, Jugendlichen und Jugendbetreuern. Dies wird daran deutlich, dass Kinder den Jugendbetreuer freundlich und teils überschwänglich begrüßen, wenn sie in den Jugendclub kommen. Dass Jugendliche den Jugendclubleiter begrüßen wie einen Gleichgesinnten, ja wie einen Freund. Dieser Freund darf Ratschläge geben, zu Problemen mit dem Moped, in der Ausbildung, der Liebe, bei der Organisation einer Feier. Auch das ist Jugendarbeit, steuern ohne ins Lenkrad zu greifen.

Jugendarbeit ist in aller Munde, deshalb ist das Fordern nach dem Fördern immer wieder da. Im Jugendclub ist das Fordern und Fördern Grundvoraussetzung allen Handelns. Eigene Projekte, von Kindern und Jugendlichen erdacht, lösen sich mit solchen ab, die einen Bildungsauftrag verfolgen. Sie alle machen den Jugendclub zu einem Ort, an dem sich Kinder und Jugendliche einen Freiraum schaffen, in dem Bilder von Ausflügen und gemeinsamen Feiern neben Plakaten, zu den Themen Rassismus und Drogenmissbrauch, hängen.

Jugendclubs prägen die Jugend. Ihre Räume und die Jugendbetreuer schaffen Normen für ein gemeinsames Miteinander, aber auch Lösungen für Probleme, die eben nur die Jugend kennt. Jugendclubs erzeugen darüber hinaus Möglichkeiten für Erwachsene, Kinder und Jugendliche zu verstehen, deren Denken mit einem Lächeln zu begegnen und am Ende Vertrauen zu haben, dies zeigte mir die Arbeit in den DRK-Jugendclub in der Gemeinde Möser," so Christian Luckau.

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Bilder


  • Christian Luckau, Foto: DRK-Regionalverband Magdeburg-Jerichower Land e. V.


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