Diese Website verwendet Cookies zur optimalen Darstellung der Inhalte. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren

Verstanden


GASTRO-TIPPS


Es fehlt ein Eintrag? eMail [info@meetingpoint-jl.de]

SERVICE


Stellenbörse

Schon in die Meetingpoint-Jobbörse geschaut? Regelmäßig laufen dort freie Stellen aus der Region ein, vom Ingenieur bis zum Lageristen: schnell bewerben und im neuen Job durchstarten! Zu finden ist die Stellenbörse oben im Menü! / Tipp: Sie suchen als Arbeitgeber qualifiziertes Personal? Dann inserieren Sie die Stelle doch einfach im Meetingpoint, so erreichen Sie günstig eine breite Leserschaft!

Kontakt: [info@meetingpoint-jl.de] oder 03921/2560300.

Gegen das Vergessen, gegen das Verharmlosen

Druckansicht

Politik

Erstellt: 08.11.2018 / 10:36 von mz/pm

Zum 9. November 1938, dem Gedenktag an die Reichspogromnacht vor 80 Jahren, erklären der Landesvorsitzende Andreas Höppner und der Fraktionsvorsitzende Thomas Lippmann:

Es gibt wichtige zeitgeschichtliche Daten, deren Reflexion und Erinnerung wir uns als politisch Verantwortliche immer wieder stellen sollten, ja stellen müssen. Trotz des meist aufreibenden und drängenden Tagesgeschäfts gilt es vor dem Hintergrund bestimmter Ereignisse und Entwicklungen, innezuhalten, sich zu besinnen und sich der Bedeutung für unser heutiges Handeln bewusst zu werden. Der 9. November ist eines dieser wichtigen Daten.

Der Tod des Diplomaten Ernst Eduard von Rath am 9. November 1938 war ein willkommenes Ereignis um den bereits seit Jahren kontinuierlich geschürten Hass in ungezügelte Gewalt und Brutalität gegen die Juden zu entfalten. Der Tod wurde ganz bewusst als Vorwand genutzt um mörderische Gewalt zu rechtfertigen, die niemals zu rechtfertigen war und auch heute noch ist.

Wie fruchtbar dieser Schoß noch immer ist, wollten wir lange nicht wahrhaben. Die Entwicklungen der letzten Jahre und die jetzt wieder aufkommende und fortschreitende unverhohlene Nutzung nationalsozialistischer Sprachmuster und Symbolik zeigen, wie wichtig der Blick in die Vergangenheit ist und bleibt und wie dringend wir die Reflexion und Besinnung auf Ereignisse wie die Reichspogromnacht heute brauchen.

Die Ortseingangsschilder in vielen Städten und Gemeinden trugen in den späten 30er Jahren neben dem Ortsnamen auch Hinweise wie »Juden sind unser Unglück«. Heute sind es blaue Plakate mit der Aufschrift »Bürgervortrag: Warum der Islam nicht zu Deutschland gehört«.

Fast alle Synagogen und Gebetshäuser aber auch Alten- und Waisenhäuser wurden in den Novembertagen 1938 niedergebrannt und zerstört. Heute ruft die Bürgerinitiative Magdeburg zu einer Großdemonstration mit Fackelumzug für den 10. November 2018 in Magdeburg auf.

Die Novemberpogrome markieren den Wendepunkt von Ausgrenzung und Diskriminierung hin zu gezielter Verfolgung und systematischen Ermordung der Juden unter dem nationalsozialistischen Regime.

Neben den offensiven Versuchen, die Sprache des Dritten Reiches wiederzubeleben, sind es auch die wiederkehrenden Versuche, die nationalsozialistischen Verbrechen zu relativieren und zu verharmlosen, denen immer wieder entschieden widersprochen werden muss.

Wenn Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer äußeren Erscheinung oder einfach, weil sie scheinbar anders sind und nicht in das perfide Bild einer vermeintlich homogenen Ethnie passen, bedroht, gejagt oder angegriffen werden, dann dürfen wir nicht wieder wegschauen.

DIE LINKE. Sachsen-Anhalt unterstützt, wie schon in den vergangenen Jahren viele Veranstaltungen, die das Gedenken und das Wachhalten an die schrecklichen Ereignisse vom 9. November 1938 thematisieren. Wir begreifen dies als unsere Pflicht und sind uns dieser Verantwortung deutlich bewusst.

DIE LINKE in Dessau-Roßlau lädt traditionell zum Gedenken an die Opfer der Pogromnacht von 1938 ein.

Geraubte Schuhe - geraubtes Leben
Ein Gedenkprogramm im Rahmen der Veranstaltung »Lieder gegen das Vergessen«
Marienkirche Dessau, 9. November 2018, 14.15 Uhr
F.d.R. Alexander Sorge


Hinweis: Politische Pressemitteilungen gibt der Meetingpoint als Komplettzitate wieder; unsere Leser sollen sich eine eigene Meinung zu den Äußerungen unserer Politiker machen - ohne wertende Meinungen der Redaktion. Die Redaktion distanziert sich ausdrücklich von den zitierten Inhalten/Aussagen und macht sie sich nicht zu eigen.


Dieser Artikel wurde bereits 57 mal aufgerufen.



Kommentare

Kommentar hinzufügen

Name und E-Mail eintragen:
Um einen Kommentar abzugeben, müssen die Felder Name, E-Mail und Kommentar ausgefüllt werden. Die eMail-Adresse muss gültig sein, an diese senden wir einen Freischaltungslink.

* Deine angegebene eMail-Adresse ist für jeden Leser sichtbar, wenn er später über dem veröffentlichten Kommentar mit der Maus über deinen Namen fährt. Hinweis: Soll der Kommentar später einmal entfernt werden, maile einfach kurz an [info@meetingpoint-jl.de]. Anderenfalls bleiben der Kommentar, der angegebene (Spitz)Name, die eMail-Adresse sowie der Zeitpunkt der Veröffentlichung solange auf unserem Server gespeichert, wie der Artikel online ist.