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Geplanter Kiesabbau in Parchen sorgt bei Einwohnern für Misstrauen- täglich bis zu 100 LKW mehr unterwegs

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Stadtgeschehen

Erstellt: 10.07.2018 / 21:51 von mz

Rund 40 Einwohner kamen am Abend in die Klapperhalle nach Parchen. Dort wurde über ein brisantes Thema informiert. Die Starkenberger Gruppe, mit Sitz in Thüringen plant in Parchen bzw. Wiechenberg Kies abzubauen. Wir haben die wichtigsten Infos der Pläne für euch festgehalten und auch die Bedenken und Fragen der Einwohner notiert und zusammengefasst:

Noch sind die Planungen ganz am Anfang. Geplant ist es auf einer rund 110 Hektar großen Fläche Kies mit einem Saugbagger abzutragen. Konkret betrifft es das Gelände rund um die ehemalige Deponie. Rund 500.000 Tonnen jährlich können damit abgetragen werden. Dr. Ralf Müller, Leiter der Rohstoffsicherung der Firma Starkenberger Gruppe erläuterte, dass die bisher geplante Fläche rund 300 m an Wiechenberg und rund 400 Meter an Parchen grenzen würde. Auf dem geplanten Gelände werden zwischen 10 und 20 Meter tief, per Nassgewinnung, Kies abgebaut werden können. Sollte eine Genehmigung erteilt werden, würde der Kiesabbau in den nächsten 34 Jahren statffinden. Es soll im 1-Schichtsystem gearbeitet werden- geplant ist eine Zeit zwischen 6 bis 22 Uhr. Nach dem Kiesabbau sollen große Teile im Tagebau wieder verfüllt werden.

Arbeitsplätze
Dr. Ralf Müller von der Starkenberger Gruppe schätzte nach dem bisherigen Planungsstand ein, dass mindestens 5, aber nicht mehr als 10 Arbeitsplätze, mit der Kiesabbauanlage entstehen könnten. Hinzu kommen weitere LKW-Fahrer, die benötigt werden.

Lärmbelästigung
Rund 50 bis 100 LKW würden dann täglich zusätzlich durch Parchen rollen, sollte der Kiesabbau genehmigt werden.

Probleme/Sorgen der Einwohner
„Sie wollen mir erzählen, dass es bei diesen riesigen Flächen keine Verunreinigung im Grundwasser gibt? Ich zieh mir doch meine Hose nicht mit der Kneifzange.“ sagte am Abend ein Besucher der Ortschaftsratssitzung in Parchen. Daraufhin entgegnete Dr. Ralf Müller von der Starkenberger Gruppe, dass eine Grundwasserabsenkung nicht vorgesehen ist. Eine weitere Frage war, dass das thüringische Unternehmen sicherlich die Steuern in Thüringen bezahlen werden. Daraufhin versicherte Dr. Ralf Müller, dass wenn es eine Genehmigung für den Kiesabbau geben würde, ein selbstständiges Tochterunternehmen in Parchen gegründet werde. Weiterhin wurde kritisiert, das Teile des Wald abgeholzt werden müssten.

Ortsbürgermeister von Parchen Hubert Schwandt sagte: „Den Kiesabbau finde ich zwiespältig. Zum einen ist ein wirtschaftlicher Faktor, zum anderen ist es unklar, inwieweit es die Lebensqualität in Parchen beeinträchtigen wird.“

Anforderungen/Prüfungen
Grundstücksfragen müssen noch geklärt werden. In dem geplanten Gebiet liegen auch Privatgrundstücke.

Grundwasser
Das Unternehmen muss verschiedene Auflagen für den Kiesabbau durchlaufen. Dazu gehört auch das Grundwassermonitoring. Das läuft nach Unternehmensangaben seit Mai 2018. Dies läuft ein Jahr. Danach wird ein Planfeststellungsverfahren eröffnet. Dies kann sich bis zum Start der Kiesabbaugewinnung 4-6 Jahre hinziehen.

Weitere Öffentlichkeitsarbeit soll betrieben werden- weitere regelmäßige Infoveranstaltungen sind seitens des Unternehmens geplant.

Wir bleiben für euch an dem Thema dran! Sobald es Neuigkeiten gibt, lest ihr es bei uns.

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Bilder


  • Ortschaftsratssitzung in Parchen.

  • Ortschaftsratssitzung in Parchen.

  • Ortschaftsratssitzung in Parchen.


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