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Bewerbungsfrist zur Schöffenwahl läuft ab

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Stadtgeschehen

Erstellt: 16.04.2018 / 11:37 von mz/p m

Die Stadtverwaltung Burg bittet nochmals interessierte Bürger, sich für dieses wichtige Ehrenamt zu melden. Gesucht werden Kandidaten für das Amt eines Schöffen beim Amtsgericht Burg bzw. Landgericht Stendal für die Amtsperiode 2019 bis 2023.

Im Richteramt stehen diese juristischen Laien grundsätzlich gleichberechtigt neben den Berufsrichtern. Ihre Stimme ist in der Gerichtsverhandlung von gleichem Gewicht.

Je nach Einwohnergröße müssen die Kommunen eine unterschiedliche Anzahl von Kandidaten in eine Vorschlagsliste aufnehmen und diese dem Schöffenwahlausschuss des jeweiligen Amtsgerichts übermitteln. Dieser wählt die Schöffen, die entweder an dem für den Wohnort zuständigen Amtsgericht oder am übergeordneten Landgericht tätig werden. Auf der Vorschlagsliste der Stadt Burg müssen 38 Personen benannt werden, welche der Stadtrat im Juni beschließen wird.

Bewerbungen zum Amt eines Schöffen (Hauptwohnsitz im Gebiet der Stadt Burg seit mindestens einem Jahr) sind bis zum 4. Mai 2018 an die Stadtverwaltung Burg, Sachgebiet Wahlen, In der Alten Kaserne 2, 39288 Burg, zu richten. Die Bewerbung sollte folgende Angaben zur Person enthalten: Name, Vorname, Geburtsname, Staatsangehörigkeit, Geburtsort, Geburtsdatum, Beruf, Anschrift und eigenhändig unterzeichnet sein. Wer mehr Informationen (Bewerbungsformular) zum Schöffenamt benötigt, kann diese im Internet unter www.stadt-burg.de abrufen.

Hintergrund:
Die Schöffen sollen mit ihrem praktischen Verstand dazu beitragen, dass ein lebensnahes Urteil gefällt wird. Juristisches Wissen und breit gefächerte Erfahrung sollen gemeinsam gewährleisten, dass das im Namen des Volkes gesprochene Urteil auch vom Volk verstanden wird. Jede Entscheidung eines Schöffengerichtes bedarf einer Mehrheit von zwei Dritteln. Das gilt für die Schuldfrage sowie die Rechtsfolgen der Tat und bedeutet, dass bei einer Sitzung des Schöffengerichts zwei Laienrichter den Berufsrichter überstimmen können. Grundsätzlich kann zum Schöffen jeder deutsche Staatsbürger im Alter zwischen 25 und 69 Jahren berufen werden, der mindestens ein Jahr in seiner Gemeinde wohnt. Bestimmte Berufsgruppen sollen nicht zum Schöffen berufen werden. Hierzu zählen u. a. Richter, Staatsanwälte, Notare, Rechtsanwälte, gerichtliche Vollstreckungsbeamte, Polizeivollzugsbeamte, Bedienstete des Strafvollzugs sowie hauptamtliche Bewährungs- und Gerichtshelfer.

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