Weil die Bauarbeiten auf der Bundesstraße 1 zu erheblichem Schleichweg-Verkehr führen, kontrollierte die Polizei am Montagmorgen erneut das Tempo in der Ortschaft Küsel. Das Ergebnis der zweistündigen Messung: Fast jeder vierte Fahrer war in der 30er-Zone zu schnell unterwegs – der Spitzenreiter sogar mit fast dem Doppelten des Erlaubten.
Die Geduld der Anwohner in Rietzel und den umliegenden Dörfern ist strapaziert. Seit Beginn der Sanierungsarbeiten auf der B1 wälzt sich der Durchgangsverkehr vermehrt durch die engen Dorfstraßen der Region. Nach wiederholten Beschwerden aus der Bevölkerung reagierten die Regionalbereichsbeamten (RBB) aus Möckern am Montagmorgen (6. Juli 2026) zum wiederholten Mal mit einer gezielten Geschwindigkeitskontrolle.
Im Fokus der Beamten stand dieses Mal die Dorfstraße im benachbarten Küsel. Dort wurde der Verkehrsfluss im Zeitraum von 07:00 Uhr bis 09:00 Uhr, also mitten im morgendlichen Berufsverkehr, genau unter die Lupe genommen.
Jeder vierte Fahrer hielt sich nicht an Tempo 30
Die Bilanz der zweistündigen Kontrolle zeigt, dass die Sorgen der Anwohner nicht unbegründet sind:
Gemessene Fahrzeuge gesamt: 18
Geahndete Verstöße: 4
Auf dem von den Beamten kontrollierten Streckenabschnitt gilt eine strikte Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h. Vier Autofahrer müssen nun mit entsprechenden Bußgeldern oder Verwarngeldern rechnen.
Besonders eilig hatte es dabei ein Fahrzeugführer, der von den Beamten mit einer Bruttogeschwindigkeit von 56 km/h gemessen wurde. Nach Abzug der gesetzlichen Toleranzgrenze wird ihm nun vorwerfbar eine Geschwindigkeit von 53 km/h zur Last gelegt, eine Überschreitung von mehr als 20 km/h innerorts.