Die Aufregung war bereits am frühen Morgen riesig, als sich am 1. Juni gleich zu Schulbeginn 24 Mädchen und Jungen der Klassen 1a und 1b auf den Weg in Richtung des Fischereivereins Burg machten. Der Grund für die Vorfreude war ein ganz besonderes Kindertagserlebnis. Elvira Dietert, Klassenlehrerin der 1a, hatte im Vorfeld von dem innovativen Fischinfomobil des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt e.V. (LAV) erfahren, sich kurzerhand für beide Klassen beworben und glücklicherweise eine Zusage für genau diesen symbolträchtigen Tag erhalten.
Vor Ort angekommen, wurden die Schüler bereits sehnsüchtig von den engagierten Vereinsanglern erwartet. Diese hatten für die Kinder einen abwechslungsreichen Parcours mit insgesamt fünf Stationen vorbereitet, die es im Laufe des Vormittags zu durchlaufen galt.
Das „rollende Klassenzimmer“ erobert die GewässerIm Zentrum des Geschehens stand das Fischinfomobil des LAV, welches erst im November 2025 offiziell vorgestellt wurde. Es wurde speziell dafür konzipiert, um für Schulklassen der Stufen 1 bis 5 spannende Projekttage an schulnahen Gewässern zu ermöglichen.
„Das Fischinfomobil fungiert bei diesen Projekttagen als ‚rollendes Klassenzimmer‘, in dem die Kinder die Wasserwelt direkt vor ihrer Haustür entdecken können. Neben dem Mikroskopieren von Kleinstlebewesen stehen das Kennenlernen heimischer Fischarten sowie Themen wie Gewässerschutz und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt“ so Nico Lichtenfeld.
Selbst für wechselhaftes Wetter ist das Mobil bestens gerüstet: Ein robuster Pavillon mit integriertem Regen- und UV-Schutz sorgt dafür, dass die Kinder im Trockenen forschen können.
Von der Wasserprobe zum echten Forscher-DiplomDer Projekttag folgte einer klaren und spannenden Struktur. Nach einer herzlichen Begrüßung, einer kurzen Einleitung und den notwendigen Verhaltensbelehrungen direkt am Gewässer ging es für die Kinder an die Praxis. Die Klasse wurde in mehrere Kleingruppen aufgeteilt.
Eine Gruppe entnahm eigenständig Wasserproben. Ausgerüstet mit Keschern, Sieben, Schalen und Bechern wateten die Kinder voller Eifer am Ufer entlang, um Kleinstlebewesen aus dem Wasser zu fischen.
Anschließend verwandelte sich das Gelände in ein Freiluft-Labor. Mit Pipetten und Lupenbechern ausgestattet, untersuchten die Schüler ihre Funde unter altersgerechten Schülermikroskopen. Die Kinder verglichen eifrig Merkmale und werteten die Ergebnisse gemeinsam in ihren Arbeitsblättern aus.
Für eine weitere Gruppe ging es zum praktischen Probeangeln. Unter fachkundiger Anleitung der erfahrenen Angler warfen die Erstklässler kindgerechte Anfänger-Angelruten mit den passenden Ködern aus. Dabei lernten sie nicht nur Geduld, sondern auch das Bestimmen der heimischen Fischarten. Zum Abschluss des erfolgreichen Tages füllten die Schüler weitere Arbeitsblätter zum Thema Fischkunde aus und erhielten als Lohn für ihren Fleiß eine offizielle Urkunde samt Auszeichnung, die sie zu echten „Gewässer-Detektiven“ ernannte.
Begeisterung auf allen SeitenDas Fazit des Tages fiel durchweg positiv aus. Den frischgebackenen Gewässer-Detektiven hatte die Aktion von der ersten Minute an enormen Spaß gemacht, wobei die Laborarbeit am Mikroskop und das praktische Angeln für die meisten die absoluten Höhepunkte des Vormittags darstellten.
Auch Klassenlehrerin Elvira Dietert zeigte sich sichtlich beeindruckt von dem Konzept: „Wichtig war mir vor allem, dass die Schüler interessantes Wissen vermittelt bekamen. Nicht durch mich, die sie tagtäglich im Klassenraum erleben, sondern durch die Angler selbst.“
Hintergrund & KontaktDas Fischinfomobil ist ein rundum sorglos gestaltetes Angebot des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt e.V. Es bringt von der Moderation über die gesamte technische Laborausrüstung bis hin zu Tischen, Stühlen und Lehrmaterialien alles mit, was für einen gelungenen Projekttag benötigt wird.
Für Buchungen und Terminanfragen nutzen Sie bitte das offizielle Kontaktformular auf der Webseite:
https://fischinfomobil-sachsen-anhalt.de/
Kommentare