Ein Fest für die Gemeinschaft endete in einer traurigen Bilanz: Nach dem traditionellen Maifeuer auf der Kantorwiese in Biederitz blieben nicht nur Berge von Müll, sondern auch Fassungslosigkeit über Pöbeleien und mutwillige Zerstörung zurück. Die Verantwortlichen stellen nun die Zukunft solcher ehrenamtlichen Veranstaltungen infrage.
Es sollte ein Abend im Zeichen der Nachbarschaft und der Tradition werden. Am 30. April lud der Verein zur Förderung der Freiwilligen Feuerwehr Biederitz e.V. zum Maifeuer auf die Kantorwiese ein. Mit einem Umzug sowie einem kulinarischen Angebot wurde ein zentraler Treffpunkt für Familien und Einwohner geschaffen. Doch während die Feuerwehrleute ihren Dienst taten, zeigten einige Gäste ein Gesicht, das die Helfer zutiefst enttäuschte.
Respektlosigkeit gegenüber Ehrenamtlichen
Schon während der Feierlichkeiten kam es zu Spannungen. Helferinnen und Helfer an den Verkaufsständen wurden laut Berichten der Feuerwehr wiederholt zum Ziel von Pöbeleien und verbalen Entgleisungen. Menschen, die ihre Freizeit für das Gemeinwohl opferten, mussten sich mit respektlosem Verhalten auseinandersetzen.
Die Kameraden der Feuerwehr, die für die Sicherheit vor Ort sorgten, betonten in einem Statement ihren Leitgedanken: „Tradition, Gemeinschaft und ein wachsames Auge. Während die Flammen den Himmel erleuchten und viele den Abend genießen, behalten wir im Hintergrund alles im Blick. Denn wo Feuer ist, braucht es Verantwortung.“
Die Kantorwiese als „Schlachtfeld“
Das wahre Ausmaß der Gleichgültigkeit offenbarte sich am nächsten Morgen. Die Wiese glich einem Trümmerfeld:
• Müll lag großflächig über das gesamte Areal verteilt.
• Abfalltonnen wurden mutwillig umgeworfen.
• Zahllose zerbrochene Flaschen hinterließen Scherben im Gras und im Spielsand der Kinder.
Besonders bitter stößt den Beteiligten auf, dass die Zerstörung auch Orte betraf, die für Kinder als sicher gelten sollten.
Klare Worte der Bürgermeister
Die politische Führung der Gemeinde zeigt sich schockiert über die Ereignisse. Bürgermeister Kay Gericke drückte sein Entsetzen über die Verwüstungen aus, die unmittelbar nach dem Ende der Veranstaltung erfolgten. Er würdigte das ehrenamtliche Engagement der Kameraden und des Fördervereins, das durch solches Verhalten mit Füßen getreten werde.
Auch Ortsbürgermeister Carsten Schneider fand deutliche Worte: „Das Maifeuer war eine großartige Veranstaltung, die von Ehrenamtlichen mit viel Herzblut auf die Beine gestellt wurde. Dass am nächsten Morgen alles zerstört war, ist zutiefst erschreckend. Dieser Vandalismus macht die Arbeit derer kaputt, die sich für unseren Ort einsetzen“.
Eine ungewisse Zukunft
Die Feuerwehr Biederitz mahnt, dass Ehrenamt zwingend auf Wertschätzung angewiesen sei. Wenn diese Basis durch Pöbeleien und Zerstörungswut verloren geht, stehe die Durchführung vergleichbarer Feste in der Zukunft zur Disposition. Die Bilder dieses Morgens hinterlassen bei den Organisatoren mehr als nur Unverständnis – sie hinterlassen pure Fassungslosigkeit.
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Unglaublich schrieb um 23:20 Uhr am 05.05.2026: