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Gommern sagt „Danke“: Ehrenamt im Rampenlicht beim Neujahrsempfang

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 02.02.2026 / 11:05 Uhr von ub
Als am 30. Januar das Licht in der Versammlungshalle gedimmt wurde, dann nicht nur für den festlichen Rahmen, sondern um den Fokus auf jene zu lenken, die sonst im Stillen wirken. Der Neujahrsempfang der Einheitsgemeinde Gommern stand ganz im Zeichen derer, die das gesellschaftliche Fundament der Einheitsgemeinde bilden: die Ehrenamtlichen.


Positive Signale für die Entwicklung
Über die 4,3 Mio. Euro aus dem Sondervermögen freut sich der Bürgermeister, die würden zielführend investiert werden. Doch Geld allein schaffe noch keine Veränderungen: „es braucht mehr und größere Reformen“, appellierte er in seiner Rede, an die Regierenden in Magdeburg und Berlin gerichtet.

Die Wärmeplanung habe Gommern bereits abgeschlossen, als Vorreiter im Landkreis. Nicht nur dafür bedankte er sich bei seinen Kollegen in der Verwaltung. „Wir bieten gute Rahmenbedingungen, was dazu führt, dass Unternehmen im Standort Gommern investieren.“

Die Einwohnerzahl sei gegenüber dem Vorjahr um 81 Personen gestiegen, so der Bürgermeister: „die älteste Bürgerin wird in diesem Jahr 105 Jahre.“

„Unser Schulzentrum, mit 380 Grundschülern, 434 Sekundarschülern und 586 Schülern am Gymnasium, ist ein Aushängeschild Gommerns.“ Sorgen macht sich Jens Hünerbein um die Auslastung der Kitas. Mehr als einmal an diesem Abend macht er darauf aufmerksam: „wir brauchen mehr Kinder“.

Mit den Worten: „Ich bin noch nicht fertig!“, ruft er die Anwesenden auf, am 22. März zur Bürgermeisterwahl zu gehen.

Am Ende seiner Rede bedankt er sich bei den Ortsbürgermeistern, deren Familien und Freunden und bei allen ehrenamtlich engagierten. Ganz besonders bedankt er sich bei seiner Frau.

Die Höhepunkte: Ehrungen für außergewöhnlichen Einsatz
Klare Worte fand Bürgermeister Jens Hünerbein für die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements. Die Vielfalt des Engagements in den elf Ortschaften – von der Freiwilligen Feuerwehr über die Sportvereine bis hin zur Kulturpflege – würdigte er als den „wahren Reichtum“ der Gemeinde.

Für viele Gäste des Abends emotionaler Höhepunkt war die Ehrung der Ehrenamtlichen. Der Schwerpunkt lag auf der Würdigung derer, die das Vereinsleben nach den herausfordernden letzten Jahren wieder vollends zum Blühen gebracht haben. Besonders hervorgehoben wurden Projekte, die junge Menschen für das Ehrenamt begeistern, um so den Fortbestand der lokalen Traditionen zu sichern.
Allerdings gab es, mit einem Augenzwinkern, auch kritische Worte. So erinnerte sich Jens Hünerbein an den 23. August 2025: „als gefühlt alle Jubiläen auf einen Tag fielen, ähnlich verhielt es sich mit den Weihnachtsmärkten am 1. Advent“.

Auch Landrat Steffen Burchhardt hatte in seinem Grußwort betont, dass das Ehrenamt kein Lückenbüßer für staatliche Aufgaben sein dürfe, sondern eine tragende Säule der Demokratie sei. Er sicherte zu, bürokratische Hürden für Vereine im Jerichower Land weiter abzubauen, um das „Machen“ vor Ort zu erleichtern.

Der Engagement Preis der Einheitsgemeinde Stadt Gommern ging an den Schulförderverein der Grundschule Gommern e.V., der sich seit Jahren kontinuierlich für beste Lernbedingungen einsetzt.

Ein Abend des Austauschs
Nach den reden und den musikalischen Darbietungen feiner Stimmen des Europa-Gymnasiums, die der Bürgermeister kurzerhand in „The EGG-Vocals“ taufte, bot der Empfang vor allem Raum für Vernetzung. An den Tischen diskutierten die Gäste über die Pläne für das kommende Jahr – von anstehenden Jubiläen bis hin zur Nachwuchsgewinnung.
Gommern hat an diesem Abend einmal mehr bewiesen: Die Stadt ist mehr als nur ein Wohnort; sie ist eine Gemeinschaft, die von der Tatkraft ihrer Bürger lebt.

Bilder

Alle geehrten Ehrenamtlichen des Abends. Foto: Stadt Gommern
Bürgermeister Jens Hünerbein. Foto: ub
Den Engagement Preis nahmen die Vertreter des Schulfördervereins der Grundschule Gommern e.V. in Empfang. Foto: ub
Foto: ub
Bis zu diesem Abend noch namenlos, vom Bürgermeister in "The EGG-Vocals" getauft - sie sorgten für den musikalischen rahmen des Neujahrsempfangs. Foto: ub
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