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„Gestern waren sie noch Nachbarn“: Stolpersteine in Genthin sollen an Holocaust-Opfer gedenken

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 17.01.2026 / 16:02 Uhr von rt/pm
Lange wurden ihre Geschichten nicht erzählt, nun sollen sie dauerhaft in das Stadtbild zurückkehren: Die Stadt Genthin bereitet die Verlegung ihrer ersten Stolpersteine vor. Anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar laden die Stadt- und Kreisbibliothek „Edlef Köppen“ und der Förderverein Genthiner Stadtgeschichte zu einem Informationsabend ein, um das Projekt der Öffentlichkeit vorzustellen.


Über 30 Biografien erforscht

Unter dem Titel „Stolpersteine in Genthin – erinnern · gedenken · nachdenken“ gibt Christian Kühnel vom Förderverein Einblicke in eine jahrelange Recherchearbeit. Der Verein hat die Schicksale von über 30 jüdischen Bürgerinnen und Bürgern erforscht, die während der NS-Zeit entrechtet, vertrieben oder ermordet wurden. Das Ziel des Projekts ist es, diese vergessenen Nachbarn wieder sichtbar zu machen.

Erste Verlegung im Mai 2026

Das Vorhaben ist langfristig angelegt und soll über mehrere Jahre umgesetzt werden. Der Startschuss für die sichtbare Erinnerung im öffentlichen Raum fällt im Frühjahr: Ab Mai 2026 sollen die ersten zehn Stolpersteine der Stiftung von Gunter Demnig verlegt werden – unter anderem in der Mühlen- und der Brandenburger Straße.

Anmeldung für den Bildvortrag erforderlich

Der Bildvortrag am 27. Januar bietet die Gelegenheit, mehr über die konkreten Lebensgeschichten und die geplante Online-Dokumentation des Projekts zu erfahren. Da die Plätze in der Bibliothek begrenzt sind, ist eine vorherige Anmeldung notwendig.

Auf einen Blick:
  • Wann? Dienstag, 27. Januar 2026, 17 Uhr
  • Wo? Stadt- und Kreisbibliothek „Edlef Köppen“, Genthin
  • Eintritt: Frei (Spenden zur Unterstützung des Projekts sind willkommen)
  • Anmeldung:

Weitere Informationen zum Projekt finden Interessierte vorab unter www.stolpersteine-genthin.de.

Bilder

Quelle: Stadt- und Kreisbibliothek „Edlef Köppen“ Genthin
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