Morgen öffnet die Grüne Woche ihre Tore – fast genau 100 Jahre nach ihrer Premiere im Jahr 1926. Aus einer landwirtschaftlichen Ausstellung hat sich die Grüne Woche zur internationalen Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau entwickelt und ist heute ein zentraler Treffpunkt für Wirtschaft und Politik. Zugleich bleibt sie ein Publikumsmagnet für alle, die sich für Geschmäcker aus aller Welt, Hintergrundinformationen zu Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau sowie technische Innovationen und neue Ernährungstrends interessieren. Im Jubiläumsjahr präsentieren auf dem Berliner Messegelände rund 1.600 Aussteller aus über 50 Ländern ihre Produkte, Ideen und Trends – auf größerer Fläche, mit einer breiteren Beteiligung der Bundesländer und einer starken internationalen Präsenz. Partner ist in diesem Jahr Mecklenburg-Vorpommern, das sich zum 25. Mal mit einer eigenen Halle auf der Grünen Woche präsentiert. „Seit 100 Jahren begleitet und gestaltet die Grüne Woche den Wandel von Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau“, sagt Dr. Mario Tobias, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH. „Als internationale Leitmesse bringt sie Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Berlin zusammen und schafft Raum für Austausch, Innovation und Dialog. Und zudem ist die Grüne Woche in jedem Jahr ein kulinarisches Highlight und ein Blick in die Welt für hunderttausende Besucherinnen und Besucher.“
Hohe Internationalität
In diesem Jahr präsentieren rund 1.600 Aussteller aus über 50 Ländern kulinarische Schätze aus aller Welt, darunter etwa 1.150 Aussteller aus Deutschland und 450 internationale Aussteller. Ein Ernährungstrend, der auf der Grünen Woche 2026 sichtbar wird, verbindet Gesundheit, Genuss und Alltagstauglichkeit: Fermentierte Produkte, pflanzliche Protein-Snacks wie Edamame mit Mango-Chili-Geschmack oder Matcha-Müsli sowie neue Getränke-Konzepte wie Kombucha oder Green Coffee Tea stehen exemplarisch für diese Entwicklung. Ergänzt wird das Angebot durch kreative Neuentwicklungen wie Glühwein-Brot, Bierpulver zum selbst anmischen oder Spirituosen auf Avocadobasis.
Jubiläums-Highlights mit Sonderschau und Blumenhalle
Mit einem eigenen Logo wird das Jubiläum überall auf der Grünen Woche präsent sein. Eine Sonderschau in Halle 26a zeichnet die Entwicklung der Messe über ein Jahrhundert hinweg mit historischen und aktuellen Aufnahmen und Exponaten nach. So treffen Landwirtschaftsfahrzeuge wie Kutschen und der Radschlepper „Fordson Bj. 1926“ auf moderne Hightech-Maschinen. Regionale Handwerksbetriebe wie eine Brandenburger Böttcherei zeigen traditionelle Techniken und machen die Geschichte der Messe lebendig.
„Babylon Garden – Blütezeit der goldenen Zwanziger“ lautet das Motto der Blumenhalle. Auf 3.000 Quadratmetern entstehen Parklandschaften mit mehr als 30 Bäumen, 35.000 Frühblühern und Springbrunnen. Ein floraler Nachtclub und das „KaDeFleur“ im Stil der 1920er-Jahre erwecken die Gründungszeit der Messe zum Leben. Aussteller ehren das Jubiläumsjahr mit eigenen Produkten. So stellt die Berliner Brauerei BRLO ein eigens gebrautes Bier vor, das es nur auf der Messe gibt. Hemme Milch aus der Uckermark bringt seine Produkte im Grüne Woche-Design in den Handel. Insgesamt sind mehr als 30 Erzeugnisse unterschiedlicher Hersteller gebrandet. Die Niederlande widmen der Grünen Woche anlässlich des Jubiläums eine eigens gezüchtete Tulpensorte mit dem Namen „Berlin Jubilee“.
Entdecken, schmecken und erleben
Ein Highlight für Familien ist die Tierhalle mit Rindern, Schafen, Ziegen, Pferden und Alpakas. Tierwohl wird auf der Grünen Woche großgeschrieben. Die Tiere sind in der Tierhalle tierschutzgerecht untergebracht, verfügen über ausreichend Rückzugsräume und werden während der gesamten Messezeit von einer Stallcrew sowie Tierärztinnen und Tierärzten rund um die Uhr betreut.
Im Reitring zeigt am ersten Messewochenende die Polizeireiterstaffel ihr Können. An den letzten vier Messetagen, vom 22. bis zum 25. Januar 2026, treten bei der Hippologica Reiterinnen und Reiter im Springen, der Dressur und Fahren gegeneinander an. Berlins größtes Hallenpferdesportturnier findet damit einen Tag länger statt als in den vergangenen Jahren.
Auf doppelter Fläche präsentiert sich in diesem Jahr der young generation hub. In der gesamten Halle 2.1 können Jugendliche, Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse mehr als 125 Berufe aus Ernährung, Landwirtschaft, Gartenbau, Gastronomie, Bau und Klima praxisnah erleben. Es gibt zahlreiche Mitmachstationen und Gelegenheit für den direkten Austausch auf Augenhöhe.
Online buchen und sparen
Gästen wird empfohlen, Eintrittskarten vorab im digitalen Ticketshop der Grünen Woche zu kaufen. So sparen sie Wartezeit und Geld: Während die Karten online 17 Euro (ermäßigt 11 Euro) kosten, zahlen Gäste vor Ort 18 Euro (ermäßigt 12 Euro). Montag bis Freitag gilt ab 14 Uhr eine Happy Hour für einen Online-Preis von 11 Euro, vor Ort 12 Euro. Die Kassen an den Eingängen zum Messegelände akzeptieren ausschließlich EC-Zahlung. In bar können Besucherinnen und Besucher Ticketgutscheine an den BVG-Automaten erwerben, die sie dann am Eingang in eine Eintrittskarte umtauschen. Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt.