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Elbe-Parey: Im Interview mit Bürgermeisterin Nicole Golz

Interview
  • Erstellt: 14.09.2025 / 11:04 Uhr von mz
Zu unserer beliebten Interviewreihe, in der wir Bürgermeister und Bürgermeisterinnen sowie den Landrat zu den aktuellen Problemen und Themen im Jerichower Land gefragt haben, möchten wir heute das Interview mit Nicole, Golz, Bürgermeisterin der Gemeinde Elbe-Parey veröffentlichen. 


Meetingpoint Jerichower Land: Was haben Sie in der Gemeinde in 2025 bisher alles erreichen können?

Nicole Golz: Unser größtes Projekt in diesem Jahr ist der Neubau der Kindertagesstätte in Derben. Im Mai konnten wir bereits Richtfest feiern, nun startet der Innenausbau. Die Außengestaltung übernimmt die Gemeinde mit eigenen Mitarbeitern. Diese haben inzwischen die Einfriedung fertiggestellt und auch die Parkplätze, Sickergruben wurden gebaut und Garagen aufgestellt. Parallel zum Bau wurde auch der Straßenbau vor der Kita begonnen.

Über das Leaderprogramm haben wir eine ESF-Stelle gefördert bekommen. Mit der hierfür eingestellten Mitarbeiterin wird die Jugendarbeit im Jugendhaus der Gemeinde Elbe-Parey unterstützt und ausgebaut.

Das Leaderprojekt Trockenlegung des Dorfgemeinschaftshauses in Derben konnte bereits abgeschlossen werden. Begonnen hat die Einfriedung des Festplatzes in Parey. Der Sportplatz wird dann im Herbst folgen. Auf die Sporthallen kommen in den nächsten Wochen PV-Anlagen, die ebenfalls über Leader gefördert werden. Die Submission der Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Güsen ist erfolgt. Die Bauarbeiten beginnen ebenso wie die Baumaßnahmen am Ärztehaus in Parey. Weitere Leaderprojekte sind in Planung oder stehen bevor – wie z.B. der digitale Marktplatz. All das bedarf einer ordentlichen Vorbereitung, weil die Anträge für die Fördermittel schon sehr aufwendig sind.

Für weitere Förderprojekte wurden ebenfalls Anträge vorbereitet wie für die beiden Sportplätze in Güsen und Parey. Hier sollen Licht, Laufbahnen etc. erneuert werden.

Nebenbei kommen dann auch mal ungeplante Maßnahmen dazwischen, wie die Bauarbeiten an den Regenwasserschächten in der Ortslage Bergzow. Derzeit gibt es da erneut eine einwöchige Sperrung.

Seit Januar 2025 haben wir eine neue Stelle auf dem Bauhof geschaffen. Gerade für kleinere Maßnahmen findet man oft keine Elektrofirmen und so haben wir nun einen eigenen Elektriker. Er hat die Netzwerkverkabelung in der Kita in Güsen erweitert, so dass noch im August unsere Kikom-App, die in der Kita in Parey schon gut im Einsatz ist, auf Güsen ausgeweitet werden kann.

Weitere Projekte sind in Planung, wobei die Gemeinde größtenteils auf die Leaderförderung beantragt und umsetzt.

Meetingpoin Jerichower Land: Was ist das aktuellste Thema, was die Menschen in der Gemeinde derzeit beschäftigt?
Nicole Golz: Der Blick auf den Nachbarn. Immer wieder gibt es Beschwerden, dass einige Grundstücke vor der Haustür sehr ungepflegt aussehen. Jeder sieht seine Verantwortung hier ein wenig anders oder mitunter auch gar nicht. Auch das Falschparken oder das rücksichtslose Parken ist ein aktuelle Dauerthema. Viele Anfragen im ersten Halbjahr gab es auch im Einwohnermeldeamt. Ab wann kann man sich direkt vor Ort fotografieren lassen. Als der Automat endlich da war, ging es dann in die Frage über, ob er denn funktioniert oder nicht.

Ein Dauerthema sind erneuerbare Energien. Hier scheiden sich die Geister. Die einen sind dafür, weil sie die Gemeinde voranbringen und auch für die Zukunft Sicherheit bei den Finanzen bringen. Die anderen sind dagegen, wobei die optische Frage hier die größte Rolle spielt.

Meetingpoint Jerichower Land: Bei welchem Thema, bzw. in welchem Bereich gibt es aus Ihrer Sicht Probleme? Wie können Sie helfen, unterstützen?

Nicole Golz: Wir haben keine Probleme. Hier gibt es nur Herausforderungen, für die es gilt Lösungsansätze zu finden. Und bisher ist das stets gelungen.

Meetingpoint Jerichower Land: Wie und wo verbringen Sie am liebsten Ihren Sommerurlaub?
Urlaub geht nur mit der Familie, alles andere ist kein Urlaub. Ich bin froh über jeden Moment, den ich mit meinen Lieben verbringen kann. In diesem Jahr waren wir im Juni im Urlaub, also noch vor den Sommerferien. Da wir eine kleine Wasserratte haben, ging es in einen Centerpark nach Niederland, um wetterunabhängig zu sein. Im Juni hatten wir dann das beste Sommerwetter abbekommen, was man den Sommerferien wohl absprechen muss. Ab nächstes Jahr müssen wir umplanen, denn unsere kleine Maus kommt in die Schule. Wo es das nächste Mal hingeht, wissen wir noch nicht. Mal sehen, was uns in den Kopf kommt.

Bilder

Die Bürgermeisterin der Gemeinde Elbe-Parey. Foto: privat
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Kommentare

  •  
    Güsener schrieb um 07:20 Uhr am 16.09.2025:
    Das müsste sich ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes oder die Polizei vielleicht mal in den Außendienst begeben und sich um die Falschparker kümmern. Dann hätte man ggf. auch wieder ein paar Euro mehr in der Gemeinde- oder Landeskasse und Ordnung gleich dazu.

    Allein im Breiten Weg in Güsen wird permanent der Gehweg zu allen Tageszeiten, insbesondere aber Nachmittags, von den Fahrzeughecks blockiert und man muss als Fußgänger Schlangenlinien laufen oder kommt gar nicht durch. (rechtsseitig i.R. Hohenseeden)
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      Leser schrieb um 19:11 Uhr am 14.09.2025:
      Sie redet sich alles schön. Und wieder ein neuer Mitarbeiter für den Bauhof. Wahrscheinlich ist es ihr Onkel, oder Schwager oder sonstiges Familien Mitglied. Sie wollten doch sparen liebe Frau Golz. Aber ihre Welt ist Wahrscheinlich Rosa Rot.
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        Nadine schrieb um 18:09 Uhr am 14.09.2025:
        "Wir haben keine Probleme." Wie sehr kann man die Augen vor der Realität verschließen und sich alles schönreden!?