Was interessiert euch? Eure Region, eure Heimat. Genau deswegen haben wir alle Bürgermeister und Bürgermeisterinnen im Jerichower Land gefragt, wie das Jahr 2025 bisher lief. Was besser werden muss und was für die zweite Jahreshälfte geplant ist. Heute Teil 3 mit Marko Simon, Bürgermeister Einheitsgemeinde Möser.
Was haben Sie in der Gemeinde in 2025 bisher alles erreichen können? (Straßenbau, neues Personal, neue Projekte, es kann alles sein)
Marko Simon:
Die Sanierung der Sporthalle auf dem Grundschulgelände in Möser ist gut vorangekommen mit der Zielstellung hier im Herbst zum Abschluss kommen, damit eine Nutzung durch den Schulunterricht und den Vereinen wieder möglich ist. Am Standort der Ortsfeuerwehr Möser hat es einen Anbau gegeben der hier die Arbeitsbedingungen in Sachen Umkleiden und Einsatzhygiene für die Einsatzkräfte deutlich verbessert. Aktuell befinden sich für die Ortsfeuerwehren Körbelitz und Möser insgesamt drei neue Einsatzfahrzeuge in der Auslieferungs – Timeline. Diese werden gemeinsam mit den Einsatzkräften für eine Verbesserung des Brandschutzes im gesamten Gemeindegebiet sorgen. In der Ortschaft Hohenwarthe am Gerätehaus wurden zwei neue Fertiggaragen errichtet um hier den erforderlichen Platzbedarf etwas gerechter zu werden und für geplante/vorhandene Technische Ausrüstung Unterstellmöglichkeiten zu schaffen. Aktuell erfolgte die Submission für zwei Löschbrunnen, Hohenwarthe Siedlung und Möser Bahnhof mit einer Zeitnahen Bauausführung. Einige Leader Projekte befinden sich aktuell in der Bearbeitungsdeadline und werden in der Zukunft zur Umsetzung kommen.
Thema Personal:
Es freut mich besonders das unser Personalkonzept an dieser Stelle greift so dass unser Auszubildender im Abschlussjahr erfolgreich seine Prüfungen zum Straßenwärter gemeistert hat und das Übernahmeangebot bestätigt wurde. Somit ist es wieder möglich für das anstehende Ausbildungsjahr im Bereich Bauhof und in der Verwaltung zwei neue Ausbildungsplätze anzubieten die durch ein frühzeitiges Auswahlverfahren auch bereits vergeben sind.
Was ist das aktuellste Thema, was die Menschen in der Gemeinde derzeit beschäftigt?
Marko Simon:
Die Sanierung der B1 Ortsdurchfahrt Möser belastet natürlich alle Anwohner, auch die der genutzten Umleitungsstrecken und strapaziert die Nerven aller Beteiligten dafür habe ich vollstes Verständnis, aber ein Ende ist in Sicht. Ich möchte an dieser Stelle mein Dank an die bauausführenden Firmen meinen Mitarbeiter und dem LSBB aussprechen die meine Ungeduldige und kritische Art im Verlauf der Baumaßnahme bisher ertragen haben.
Sehr Herausfordernd stellte sich auch die Situation in unseren Kindertagesstätten dar, durch sinkende Geburtenzahlen haben wir ein Überangebot an freien Plätzen. Um dem entgegenzuwirken war es erforderlich gemeinsam mit den Mitarbeitern Wege zu finden um jedem auch zukünftig einen Arbeitsplatz anbieten zu können.
Bei welchem Thema, bzw. in welchem Bereich gibt es aus Ihrer Sicht Probleme? Wie können Sie helfen, unterstützen?
Marko Simon:
Die Kommunalfinanzen stellen sich wie überall im Land problematisch dar, so konnten wir in diesem Haushaltsjahr investive Maßnahmen nur durch eine erneute Kreditaufnahme sichern. Diese Ausgaben belaufen sich in erster Linie in Pflichtaufgaben der Daseinsvorsorge im Bildungsbereich bzw. des Brandschutzes. Oft sprechen wir davon das die Kommunen kaputt gespart werden und genau so verhält es sich auch bei uns. Durch gestiegene Ausgaben in allen Bereichen ist es fast nicht möglich Prioritäten zu setzen. Zusätzliche Aufgaben und Anforderungen erfordern eine höhere Finanzielle Ausstattung! Bei aller möglichen Kreativität sind wir als öffentliche Hand an bestimmten Rahmenbedingungen gebunden die hierbei im Handeln oftmals kontraproduktiv wirken.
Welches Veranstaltungshighlight haben Sie im zweiten Halbjahr des Jahres geplant?
Marko Simon: Mit der 800 Jahr Feier in Hohenwarthe liegt das größte Jahreshighlight schon hinter uns. Welches durch seine Kreativität ordentliche Festtage an der Elbe darstellte. Natürlich finden in den Ortschaften die jährlichen Dorf und Sportfeste wieder statt. Der Herbst wird mit seinem Blütenzauber wieder die Erntedankfeste in den Kirchen und auf den Plätzen hervorrufen und die ersten Weihnachtsmärkte sind bereits angemeldet. Ein Höhepunkt in diesem Jahr wird im September die Verleihung des Bürgerpreis darstellen, den wir gemeinsam (ich freue mich schon) mit den Ehrenamtlichen aus den Ortschaften feiern.
Wie und wo verbringen Sie am liebsten Ihren Sommerurlaub?
Marko Simon:
Am liebsten bin ich zur Entspannung auf dem Wasser, ich genieße das Boot fahren. Sollte dies nicht möglich sein gebe ich mich auch gerne mit einer Schiffsfahrt zufrieden.
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