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Geplante Ortsumgehung stößt auf Widerstand

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 10.06.2024 / 11:04 Uhr von mz/pm
Die geplante Ortsumgehung (OE) in Jerichow sorgt bei den lokalen Gewerbetreibenden für erhebliche Sorgen und Widerstand.

Philipp Rhodmann von der gleichnamigen Bäckerei und Stefanie Schröder von Schröder-Optik baten den CDU-Abgeordneten Thomas Staudt um Unterstützung und haben bei einem Vororttermin ihre Bedenken gegenüber der Umgehungsstraße klar geäußert und den negativen Einfluss auf ihre Geschäfte betont. Zusätzlich äußerten viele Anwohner der sogenannten Siedlung in Jerichow ihre Besorgnis über den Lärm und die Störungen, die durch den Bau der neuen Umgehungsstraße in diesem Bereich entstehen werden.
Unternehmen vom Durchgangsverkehr abhängig
Beide Unternehmer betonen, dass ihre Geschäfte stark vom Durchgangsverkehr auf der B107 abhängig sind. Philipp Rhodmann schätzt, dass er bis zu 75 % seines Umsatzes verlieren könnte, wenn die geplante Ortsumgehung den Verkehr von Jerichow wegleitet. Stefanie Schröder befürchtet ebenfalls signifikante Einbußen, da weniger Kunden ihre Geschäfte passieren und anhalten würden. Der Wegfall des Durchgangsverkehrs bedeutet weniger spontane Stopps und damit einen deutlichen Rückgang der Laufkundschaft. Für viele kleine Geschäfte, die auf regelmäßigen Verkehr angewiesen sind, könnte dies existenzbedrohend sein. Neben den direkten Auswirkungen auf die betroffenen Geschäfte sehen die Gewerbetreibenden auch eine Gefahr für die allgemeine wirtschaftliche Situation in Jerichow. Weniger Kundenfrequenz könnte zu einem allgemeinen Rückgang der Wirtschaftstätigkeit und damit auch zu einem Rückgang der kommunalen Einnahmen führen.
Unterschriften werden gesammelt
Die Stadt Jerichow hat Unterschriftenlisten an verschiedenen öffentlichen Stellen ausgelegt, damit sowohl Befürworter als auch Gegner der Ortsumgehung ihre Meinung kundtun können. Diese Möglichkeit wird von vielen genutzt, um den Entscheidungsprozess zu beeinflussen.

„Es ist wichtig, den Willen der Bürger und den Mehrheitswillen der Gemeinde zu respektieren und in die Entscheidungsfindung einzubeziehen. Das Anliegen der Gewerbetreibenden und Anwohner muss ernst genommen werden, um nach Lösungen zu suchen, die die Interessen aller Beteiligten berücksichtigen.“, so Thomas Staudt

Bilder

Anhand der Planung der Landesstraßenbaubehörde wurde vor Ort die geplante Umgehungsstraße zwischen der sogenannten „Siedlung“ in Jerichow und Steinitz mit Gewerbetreibende und Anwohner erörtert. Foto: Yvette Below
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