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Bilanz Kontrollwoche „Truck and Bus“ : Landespolizei nimmt verstärkt Reisebusse unter die Lupe

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 22.06.2022 / 08:02 Uhr von mz/pm
Die Landespolizei Sachsen-Anhalt hat bei einer Schwerpunktkontrollwoche Hunderte Lastkraftwagen und Reisebusse kontrolliert. Insgesamt nahmen rund 130 Polizistinnen und Polizisten 435 Fahrzeuge genauer unter die Lupe.

Jedes zehnte davon war ein Reisebus. Bei rund 43 Prozent, beziehungsweise 185 kontrollierten Fahrzeugen, wurden Verstöße festgestellt. Die Einsatzkräfte stießen sowohl auf technische Mängel als auch fehlende Dokumente. Ein Teil der Verstöße (genauer: 34) war so gravierend, dass die Weiterfahrt untersagt werden musste. Für die länderübergreifende Aktion „Truck and Bus“ wurde zwischen dem 13. und 19. Juni 2022 kontrolliert. 

Innenministerin Tamara Zieschang: „Allein der Umstand, dass die Landespolizei rechnerisch bei zwei von fünf kontrollierten Lkw und Reisebussen Mängel und Verstöße gefunden hat, zeigt: Bei den Kontrollen des gewerblichen Güterverkehrs dürfen wir nicht nachlassen. Diese dienen nicht nur der Sicherheit aller Bus‑Passagiere und Berufskraftfahrer, sondern machen Sachsen‑Anhalts Straßen für alle Verkehrsteilnehmer sicherer.“ 

Die Einsatzkräfte stießen auf verschiedene Mängel. So waren die Fahrzeuge in 27 Fällen überladen – oder die Ladung nicht ausreichend gesichert, 26 Mal waren die kontrollierten Berufskraftfahrer zu schnell unterwegs und in 39 Fällen fehlten wichtige Dokumente. 

So fehlte bei jedem dritten kontrollierten Bus mindestens ein entsprechendes Dokument. Ein Reisebus wies einen massiven Reifenschaden auf und durfte bis zum Austausch des Rades nicht weiterfahren. Darüber hinaus war ein Fahrtenschreiberverstoß festzustellen. 

Auch bei den Lkw-Kontrollen wurden die Polizistinnen und Polizisten fündig. So stellte die Autobahnpolizei in der Ortslage Irxleben bei einem Fahrer einen Atemalkoholwert von fast 1,7 Promille fest. Die Beamtinnen und Beamten der Polizeiinspektion Stendal erwischten einen Mann ohne Fahrerlaubnis am Lkw-Steuer. 

Hintergrund:
Die Landespolizei Sachsen-Anhalt beteiligt sich regelmäßig an länderübergreifenden Verkehrsüberwachungsaktionen des ROADPOL-Netzwerks. Der Name „ROADPOL“ steht für „European Roads Policing Network“. Dabei handelt es sich um eine Nicht‑Regierungsorganisation, hervorgegangen aus einem Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der Europäischen Union. Dieses europäische Verkehrspolizei-Netzwerk hat die Aufgabe, europaweit nationale Akteure zur Durchsetzung der Vorschriften im Verkehrssektor zu koordinieren. Das Hauptziel ist die Reduzierung der auf Europas Straßen Getöteten und Schwerverletzten. 

Die Schwerpunktkontrolle „Truck and Bus“ vom 13. bis 19. Juni 2022 war die zweite von mehreren geplanten Aktionen in diesem Jahr. Bei einer ersten Runde im Februar hatte die Polizei rund 550 Lkw genauer unter die Lupe genommen und 180 Verstöße festgestellt.

Bilder

Symbolfoto, Foto: pixabay
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