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Zahl der Stiftungen in Sachsen-Anhalt wächst – Stiftungstag zu Änderungen beim Stiftungsrecht

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 21.05.2022 / 10:03 Uhr von mz/pm
In Sachsen-Anhalt ist ein erfreulicher Zuwachs bei der Zahl der Stiftungen zu verzeichnen. Im vergangenen Jahr wurden 13 neue Stiftungen im Land anerkannt und eine Altstiftung reaktiviert. Das waren deutlich mehr als in den Vorjahren. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 wurden vier neue Stiftungen anerkannt, im Jahr 2019 waren es drei.

Innenministerin Tamara Zieschang: „Stiftungen sind ein wichtiger und bereichernder Teil unserer Zivilgesellschaft. Dieses bürgerschaftliche Engagement gilt es auch weiterhin zu fördern und zu unterstützen. Es ist erfreulich, dass die Stiftungslandschaft in Sachsen-Anhalt auch im vergangenen Jahr einigen Zuwachs verzeichnen konnte.“ 

Um sich über aktuelle Themen und Entwicklungen des Stiftungsrechts auszutauschen, findet auf Einladung des Ministeriums für Inneres und Sport zum achten Mal der Stiftungstag des Landes Sachsen-Anhalt statt – und zwar am 20. Mai 2022 in Merseburg. 

Zugleich soll die vielfältige und engagierte Arbeit der Stiftungen gewürdigt und damit der Stiftungsgedanke als solcher gefördert werden. 

Beim diesjährigen Stiftungstag geht es schwerpunktmäßig um die Reform des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) im Bereich des Stiftungsrechts. Sie hat zur Folge, dass auch das Stiftungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt novelliert werden muss. 

Hintergrund:
In Sachsen-Anhalt gibt es 331 Stiftungen des bürgerlichen Rechts sowie 27 staatliche Stiftungen des öffentlichen Rechts. Der überwiegende Teil wurde nach 1990 neu gegründet, nämlich 230 Stiftungen des bürgerlichen Rechts und 18 Stiftungen des öffentlichen Rechts. Bei den Stiftungszwecken dominieren die Bereiche „Bildung und Erziehung“, „Kunst, Kultur und Denkmalschutz“, „Kinder- und Jugendhilfe“ sowie „mildtätige Zwecke“. 

Das Land Sachsen-Anhalt richtet seit dem Jahr 2008 einen Stiftungstag aus. Das Netzwerktreffen für Vertreterinnen und Vertreter der Stiftungen im Land wird regulär alle zwei Jahre organisiert und widmet sich dabei auch stets aktuellen stiftungsrechtlichen Themen. Pandemiebedingt musste die Veranstaltung zuletzt zwei Mal verschoben werden.

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