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Vorstellung Genthiner Bürgermeisterkandidaten: Lars Bonitz

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Interview

Erstellt: 15.04.2018 / 17:28 von rp

Heute in zwei Wochen wird in Genthin ein neuer Bürgermeister gewählt. Wir haben dazu die Kandidaten befragt. Heute im Laufe des Tages posten wir die Interviews der einzelnen Kandidaten. Dabei geht es u.a. um die Zukunft der Schulen und Kitas in Genthin und den Ortschaften, um das Stadtkulturhaus 2.0 und darum, wie Kinder, Jugendliche, Familie und Vereine künftig profitieren sollen. Lars Bonitz ist ein 42-jähriger 4-facher Vater, der in Genthin aufgewachsen ist und als studierter Wirschaftsingenieur für Logistik in der Region Genthin als Unternehmer mit Familie sein Leben bestreitet.

Gesundheit/ Soziales/Bildung

Meetingpoint JL: Wie wollen Sie die medizinische Versorgung in Genthin künftig gewährleisten?

Lars Bonitz: Die medizinische Versorgung in Genthin ist im Augenblick relativ gut aufgestellt. Im Ärztehaus sind viele Ärzte ansässig und auch in und um Genthin sind Ärzte niedergelassen. Wichtig für die Bürger Genthins ist eine schnelle Notfallversorgung, die zwingend gewährleistet werden muss. Die Zeit, die für den Weg egal in welches der Krankenhäuser benötigt wird, ist eindeutig zu lang. Hier befürworte ich die Installation eines medizinischen Versorgungszentrums. Wir müssen klären wie dieses aufgestellt sein soll und welche Bedarfe es decken muss.

Meetingpoint JL: Halten Sie an dem Krankenhausstandort in Genthin fest oder gibt es aus Ihrer Sicht andere Möglichkeiten?

Lars Bonitz: Es ist bedauerlich, dass der Krankenhausstandort in Genthin für die Johanniter keinen wirtschaftlichen Sinn mehr ergeben hat. Der Krankenhausbedarfsplan sieht für Genthin auf jeden Fall ein Krankenhaus vor. Nun obliegt es dem Nachfolger von Thomas Barz die Augen und Ohren aufzuhalten und einzuschätzen, ob ein medizinisches Versorgungszentrum ausreicht oder ob hier eine attraktive Fläche gefunden oder geschaffen werden muss, um einen neuen Krankenhausbetreiber für Genthin zu bekommen. Eventuell kann man soweit es möglich ist auch mit den Johannitern sprechen, um hier eine lukrativere Idee anzuschieben, um somit den alten Standort zu reaktivieren. Soweit ich mich erinnere war es ein langer Weg über fast ein Jahrzehnt, in dem die Johanniter versuchten den Standort in Genthin verlustfrei zu betreiben. Der letzte Versuch eines Millionenprojektes der Johanniter scheiterte leider an einigen Auflagen, womit dann nur noch der letzte Ausweg Schließung gewählt wurde.

Meetingpoint JL: In welchen Schulen und Kitas sehen Sie den dringendsten Sanierungsbedarf?

Lars Bonitz: Im Zuge meiner Recherche habe ich dringenden Handlungsbedarf in der Kita Gladau, der Grundschule Mitte, sowie bei der Grundschule Diesterweg und ebenso in der Grundschule Uhland gesehen. Wenn ich mir die Situationen in den einzelnen Gebäuden so anschaue, besteht hier und da Handlungsbedarf. Mein Interesse für die Region Genthin ist seither groß, doch seit ich 2014 in den Stadtrat gewählt wurde, habe ich auch eine Einsicht und kenne die Verfahrungsstrukturen und die Möglichkeiten der Region Genthin. Ich traue mir als Unternehmer durchaus zu, die richtigen Ideen in den Stadtrat zu bringen und auch die Mehrheit dafür zu finden!

Meetingpoint JL: Welche Projekte wollen Sie in Genthin und in den Ortschaften für Kinder und Jugendliche künftig anbieten und ins Leben rufen?

Lars Bonitz: Kinder sollten in all unseren Bestrebungen an erster Stelle stehen. Welche Projekte im einzelnen Sinn machen, dass müssen wir nach Bedarf entscheiden und umsetzten oder unterstützen. In erster Linie habe ich mich mit den Schulen und Kindertagesstätten beschäftigt. Kinder brauchen eine Möglichkeit um Ihre Freizeit zu verbringen. Eine Frau hatte mich auf Facebook angeschrieben und würde sich freuen, wenn man das Kindersportangebot so gestalten könnte, das man mehrmals in der Woche so ein Angebot wahrnehmen kann. Genau hier ist doch auch der richtige Ansatz. Zwar habe ich nicht gleich die richtige Lösung parat gehabt, aber ich habe von diesem Belang erfahren. Jetzt kann man doch tätig werden und sich die Sache mal näher anschauen und gucken, was alles dazugehört und wie man ein vielschichtiges Angebot für Genthin aufstellen kann. In diesem Fall wäre die Mutter sogar bereit gewesen Mehrkosten auf sich zu nehmen, um dieses Angebot wahrzunehmen. Man stelle sich nun vor, dass man als Bürgermeister nun Vermittlungsarbeit leistet und mit allen Beteiligten spricht, um somit einen Beitrag zur Lösung als Stadt leisten kann. Wir müssen da generell ran, es gibt viele solcher Begehren und nur wenn wir miteinander sprechen und auch ein Gehör für die Menschen unserer Region existiert, arbeiten der Stadtrat und der Bürgermeister für die Bürger und nicht am Bürger vorbei!

Wirtschaft

Meetingpoint JL: Wie wollen Sie die Wirtschaft in Genthin stärken? Wie wollen Sie für Unternehmen Genthin attraktiver machen?

Lars Bonitz: Die Unternehmer Genthins benötigen einen zuverlässigen Ansprechpartner in der Verwaltung, der sich explizit um sie kümmert, wenn es darum geht Anträge oder Genehmigungen zielführend umzusetzen. Sicher kann man den verwaltungstechnischen Verlauf nicht ändern, jedoch kann man versuchen diesen fristgerecht zu bearbeiten. Auch sollte es Ansprechpartner geben die in der Lage sind die Unternehmen zu beraten, wenn es um Fördermittelanträge und Finanzierungsmöglichkeiten geht. Eine Vernetzung der Unternehmen ist für mich ebenso wichtig, hier kann man von einem direkten Erfahrungsaustausch in ungezwungener Umgebung gezielt profitieren.

Genthin hat ein hohes Potenzial was für Arbeitnehmer und Arbeitgeber in Zukunft gleichermaßen interessant sein wird. Die Anbindung lässt bald digital, sowie auch auf den Straßen, zu Wasser oder auf den Schienen kaum Wünsche offen. Zudem hat der Bürgermeister die Aufgabe für die Region Genthin zu werben. Ein Bürgermeister muss die Stärken seiner Region kennen und mit den bereits vorhandenen und angeschobenen Möglichkeiten die potentiellen Unternehmer überzeugen können in dem Standort Genthin einen ökonomischen Sinn zu sehen. Nehmen wir mal das Beispiel Chemiepark Genthin. Als Geschäftsführer der QSG, die den Chemiepark verwaltet und für den Betrieb der dortigen Infrastruktur, wie z.B. Strom, Wasser etc. zuständig ist, habe ich mein Wirken daran gehabt und erlebt, was Thomas Barz geleistet hat, um den Standort nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Genau diese Energie im Zusammenspiel mit dem Erkennen von Möglichkeiten ist damals der richtige Weg gefunden worden. Aber das ist noch längst nicht alles. Wenn die Region attraktiv sein will, muss sie auch die richtigen Ansätze verfolgen. Die wichtigste Ressource für Unternehmen ist der Mensch an sich, also muss der Rest auch stimmen. Wir benötigen den richtigen Mix aus Freizeitangeboten, Infrastruktur, Lebensraum und Schulen, wie gleichermaßen Kindertagesstätten, das macht eine funktionierende und lebendige Region, in der man gerne lebt aus. Verstehen Sie mich richtig, wir sind kein toter Fleck auf der Landkarte, aber wir können und müssen den Blick in Richtung Zukunft stellen und besser werden.

Sport/Freizeit

Meetingpoint JL: Wie wollen Sie die Genthiner Vereine und deren Ortschaften unterstützen?
Meetingpoint JL: Welche Vereine haben am dringendsten Nachholbedarf?

Lars Bonitz: Ich verstehe die Frage nur so, Vereine sind das Grundgerüst für das Leben neben der Arbeit. Die Vereine sind es, die ein kulturelles und vielseitiges Leben in eine Region bringen. Zudem stemmen Vereine zuhauf ehrenamtlich das, wozu eine Stadtverwaltung allein heutzutage finanziell nicht mehr in der Lage ist. Dies bedeutet, dass diese Vereine meist private Kraft/Zeit und Geld in die Sache stecken, um allen Bewohnern, das Leben facettenreicher und auch lebendiger zu gestalten. Es ist daher immens wichtig, soweit es geht, diesen Vereinigungen als Verwaltung und Stadt unter die Arme zu greifen, sei es finanziell oder auch organisatorisch. Vereine sollten im Rahmen der Möglichkeiten eine barrierefreie Existenz haben können. Meetingpoint JL: Welche Ideen haben Sie Genthiner Bürger und Familien zur Freizeitgestaltung in der Region?

Für die Freizeitgestaltung der Familien sind in erster Linie die Familien selbst und ihre Kreativität gefragt. Die Einheitsgemeinde Genthin muss für die Familien Rahmenbedingungen schaffen, die kurze und entschlossene Handlungsabläufe schafft. Ein Bürgermeister kann nicht alles alleine planen und wissen, Gemeinsamkeit heißt das Zauberwort. Es muss drin sein, dass wir alle über den Tellerrand blicken und über notwendige Ansätze sprechen. Dann obliegt es dem Stadtrat und dem Bürgermeister den Haushalt darauf einzustellen. Aber in erster Linie sind Spielplätze interessant zu gestalten und sauber zu halten, auch die Schwimmhalle muss saniert und für Familien ein Anlaufpunkt werden. Festplätze und Parks müssen gern genutzte Orte sein und werden. Verkehr

Meetingpoint JL: Welche Baumaßnahmen wollen Sie in Ihrer Amtszeit umsetzen?

Lars Bonitz: Ganz klar, alle! Nicht alle auf einmal, aber alle die notwendig sind. Einige Einrichtungen haben noch nicht einmal die Wende erlebt, genau da müssen wir in unserer Region Genthin ran. Wir müssen auch dort in der heutigen Zeit ankommen und mit den richtigen Mitteln und Wegen uns konkurrenzfähig machen. Ein Neuankömmling im Jerichower Land sollte keinen Unterschied mehr zu seinem Herkunftsort bei uns erkennen können, sofern dieser mit den modernen Standards aufwarten konnte. Aber ganz klar, Wunder verbringt man mit dem Zauberstab, wir müssen allerdings in allen Vorhaben haushaltskonform vorgehen und mit dem Land und den zur Verfügung stehenden Fördermitteln agieren.

Politik

Meetingpoint JL: Denken Sie, dass Sie sich mit Ihren Ideen im Stadtrat durchsetzen können?

Lars Bonitz: Durchsetzten ist nur eine Seite der Medaille. Es müssen logische und nachhaltige Vorschläge im Stadtrat ihre Durchsetzung finden. Ich fühle mich als Unternehmer und als Stadtratsmitglied durchaus dazu berufen, das Beste für Genthin herauszuholen und auch für meine Vorschläge und Ansätze im Stadtrat eine Mehrheit zu bilden.

Meetingpoint JL: Planen Sie Steuererhöhungen?

Lars Bonitz: Nein, aber es wäre töricht davon zu sprechen das nie ins Auge fassen zu müssen. Aber wir stehen im Haushalt gut da und daher sind Steuererhöhungen nicht notwendig. Wenn man genau den richtigen Kurs wählt und alle Ausgaben im Einklang zu Investitionen und Entwicklung bringt, sollte eine stabile Steuerpolitik möglich sein.

Meetingpoint JL: Wie würden Sie die Pläne zum Stadtkulturhaus 2.0 umsetzen?

Lars Bonitz: Genthin braucht ein Stadtkulturhaus, nur ist der aktuelle Standort nicht mehr wirklich der richtige. Er liegt nicht mehr Zentral genug und vor allem kann man mit einem neuen Standort auch gleichzeitig eine rentablere Lösung anpeilen. Das jetzige Stadtkulturhaus kann und wird mit dem jetzigen Möglichkeiten dass es bietet, kaum mit der Neuzeit standhalten. Die Defizite für den Betreiber und aber auch für die Bürger sind, trotz einer 50.000€ Betriebskostenzuwendung der Stadt, nicht tragbar. Hier muss eine logische 2.0-Umsetzung her, die mehr bietet. Die zum Beispiel Konzerte und Veranstaltungen vielschichtiger Art stemmen kann und auch den technischen Vorteil von heute bietet. Zudem bleibt es für jede Stadt eine echte Herausforderung ein Stadtkulturhaus/Stadthalle rentabel zu betreiben. Hier muss ganz klar ein barrierefreies durchdachtes Konzept her.

Allgemein

Welche Schwerpunkte sind in Zukunft am wichtigsten für Genthin?

Lars Bonitz: Unsere Region bietet kulturell und geschichtlich so Einiges und man kann auch bei uns Stellen finden, die einzigartig sind. Wir müssen alle Punkte angehen, die das Leben bei uns lebenswert gestalten, denn Wohlfühlen macht Gesundheit aus. Meine Generation sowie unser Nachwuchs muss hier eine Zukunft haben und voller Stolz hier seine Ausbildung, seine Arbeit und sein Leben mit der Familie realisieren können.

Die Region muss näher zusammenrücken, der Pessimismus muss dem Optimismus weichen und die Region Genthin muss aktiv gestaltet werden!

Hinweis: Jeder Kandidat ist für sein geschriebenes selbst verantwortlich. Der Meetingpoint bildet hier  lediglich die zur Verfügung gestellten Antworten ab!

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Bilder


  • Fotoquelle: Lars Bonitz


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