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Vorstellung Genthiner Bürgermeisterkandidaten: Frank Müller

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Interview

Erstellt: 15.04.2018 / 14:03 von mz

In Genthin geht auch der 53-jährige Frank Müller aus Genthin als parteiloser Bewerber an den Start. Er hat sich bewusst für keine Partei entschieden. Er leitet seit 20 Jahren eine Immobilien-und Hausveraltungsfirma in Genthin. Er ist außerdem seit 14 Jahren der Leiter des Genthiner Kampfsportvereins.

Meetingpoint JL: Wie wollen Sie die medizinische Versorgung in Genthin Künftig gewährleisten?
Frank Müller: "Durch meine derzeitige Arbeit als Verwalter betreue ich in Genthin seit Jahren weit über 20 Fach- und Allgemeinärzte, Praxen aus dem Gesundheitsbereich wie zum Beispiel, Physiound Ergotherapeuten, Logopäden usw. sowie diverse Pflegedienste. Altersbedingt kommt es immer wieder zum Wechsel, Übernahmen oder zu Verkäufen der Praxen. Aktuell betreue ich mit meinem Team gerade drei solcher Umstellungen. Für die Praxen, für die sich kein direkter Nachfolger aus der Familie oder dem Kollegenkreis findet, werden diese Praxen zu meist von Medizinischen Versorgungszentren übernommen. Selbst als vor 5 Jahren, die Kassenärztliche Vereinigung die Zulassung der Kinderärztin Frau Dr. Jäckel für Genthin streichen wollte, konnte ich das gemeinsam mit Herrn Barz verhindern. Heute läuft die Kinderarztpraxis unter dem MVZ Sachsen-Anhalt.

Ich möchte damit sagen, dass ich nicht glaube, dass es eine Zeit geben wird, in der es keine Allgemein- und Fachärzte in Genthin geben wird. Wenn alle immer über den Weggang von Ärzten sprechen, ist das nur die halbe Wahrheit. Durch einen Wechsel entsteht auch immer eine neue Chance. Zum Beispiel gibt es junge Ärzte, die die Praxen ihrer Eltern übernommen haben, und aus der „Einmannpraxis“ eine Praxisgemeinschaft mit mehreren Ärzten gemacht haben. Zurzeit betreuen wir einen Praxisverkauf an ein MVZ, hier werden nach der Abwicklung im Juni, statt einer Ärztin drei Ärzte praktizieren. Wir müssen uns als Stadt darum kümmern, dass wir zum Leben und Wohnen für jedermann attraktiv bleiben. Welche Bedürfnisse müssen wir abdecken um Menschen zum hierbleibe zu animieren. Dafür ist eine gute Infrastruktur unabdingbar."

Meetingpoint JL: Halten Sie an dem Krankenhausstandort in Genthin fest oder gibt es aus Ihrer Sicht andere Möglichkeiten?
Frank Müller: "Anders verhält es sich natürlich, wenn Sie auf das Krankenhaus und dessen Schließung 2017 anspielen. Diese Schließung ist vorerst nicht mehr rückgängig zu machen. Auch wenn jetzt der ganze Greul der Genthiner auf den Johannitern liegt, ist dieser Umstand leider nicht mehr zu ändern. Allerdings bin ich immer der Meinung, aus der Erfahrung von über 20 Jahren Selbstständigkeit, dass man aus Zorn nicht die vorhandenen Beziehungen abbrechen oder durch Schuldzuweisungen das sprichwörtliche „Tischtuch zerreißen“ sollte. Wer die einschlägige Presse aufmerksam beobachtet, kann feststellen, dass gerade neuer Fahrtwind in das Thema Krankenhausversorgung im ländlichen Bereich kommt. Darauf müssen wir, durch gute Kontakte zu allen Krankenhausbetreibern sowie medizinischen Versorgungszentren, vorbereitet sein. Übrigens wäre ich nicht der richtige Bürgermeister, wenn ich nicht immer eine Tür für alle Eventualitäten offen halte würde."

Meetingpoint JL: In welchen Schulen und Kitas sehen sie den dringendsten Sanierungsbedarf?
Frank Müller: "Mit Verlaub, aber um auf diese Frage antworten zu können, bedarf es wohl doch viel mehr Hintergrundwissen als nur die in Augenscheinnahme der Einrichtungen. Bei meinen Besuchen und Gesprächen in der Einheitsgemeinde, haben mir ganz viele Bürger gesagt, dass sie die ersten sein müssten, deren Einrichtungen dringenden Sanierungsbedarf haben. Da ich die meisten Einrichtungen nur von außen, oder von kurzen Besuchen durch meine Vereinsarbeit kenne, kann ich hierzu keine bindende Aussage machen. Da ich aus der Verwaltung komme, ist mir klar, dass für alle Projekte eine entsprechende Finanzierung stehen muss. Eine der ersten Arbeiten im neuen Amt wird es also sein, die bis jetzt angeschobenen Projekte zu sondieren und sich einen Überblick über die bereits gestellte Fördermittel und Finanzierungen zu verschaffen. Danach muss eine Dringlichkeitsliste erstellt werden, um nicht Gefahr zu laufen, dass es durch baurechtliche Auflagen zu Schließungen oder Stilllegungen kommt."

Meetingpoint JL: Welche Projekte wollen sie in Genthin und in den Ortschaften für Kinder und Jugendliche künftig anbieten und ins Leben rufen?
Frank Müller:" Von wollen kann hier keine Rede sein, auch hier ist das Geld, wie in allen Bereichen des Lebens ausschlaggebend. Die Frage muss lauten, welche Gelder können wir akquirieren, um Kinder- und Jugendprojekte umzusetzen. Gerade für die Familien in den Ortschaften, die Kinder und Jugendliche haben, würde ich mir wünschen, dass das Zusammenwachsen der Einheitsgemeinde durch einen ausgebauten Personennahverkehr stattfinden würde. Ein Kino oder Discobesuch oder selbst das besuchen eines Sportvereins am Nachmittag, wird schnell für die ganze Familie zu einer Herausforderung. Ständig müssen die Eltern bis tief in die Nacht mobil sein, damit Ihre Kinder nur ansatzweise am kulturellen- und Freizeitleben teilnehmen können, wie Altersgenossen in den Städten.

Im Zuge des Wahlkampfes, bin ich mit tollen Ideen für Jugendliche, im Morushaus bei Andre Eikel gewesen. Andre hat mich, mit meinen Ideen, erst einmal in die Schranken verwiesen, weil es an allen Ecken und Kanten an Geld fehlt. Übrigens ist die Stadt hier sehr engagiert und hilft auch immer mit einer Finanzspritze aus, wenn es nötig wird. Ich denke wir sollten den Fokus mehr auf die Vereine legen. Diese bieten den Kindern und Jugendlichen ein sehr breites Spektrum an Aktivitäten an. Von Musik über Fußball, Feuerwehr und Schach bis hin zum Kampfsport. Selber bin ich ja auch Vorsitzender eines Sportvereins, im Schnitt haben wir zwischen 80 -100 Mitglieder. Bei den Vereinen sehe ich eher das Nachwuchsproblem. Nicht nur bei den Mitgliedern, sondern auch bei den ehrenamtlichen Trainern und Betreuern. Hier müssen wir über Netzwerke, gemeinsame Aktivitäten und durch Hilfestellung bei den Fördermitteln die Vereine unterstützen."

Meetingpoint JL: Wie wollen sie die Wirtschaft in Genthin stärken?
Wie wollen sie für Unternehmen Genthin attraktiver machen?
Frank Müller: "Wir müssen aggressiv um neue Wirtschaftsunternehmen werben und uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um unsere ansässigen Unternehmen kümmern. Das Warten darauf, dass einmal jemand vorbeikommt und nachfragt, ob er sich bei uns Niederlassen darf, muss der Vergangenheit angehören. Ich selber habe des Öfteren solche negativ Erfahrungen mit Investoren, die Ihr Kapital in Genthin lassen wollten machen müssen. Gespräche müssen hier auf Augenhöhe stattfinden und die Stadt muss bemüht sein, die Bedingungen für eine Ansiedlung oder Expansion kreativ mit zu entwickeln und zu gestalten. Es gibt nur einen Weg und eine Lösung und die heißt, wir müssen uns von anderen Gemeinden abheben. Dazu gehören schnelle und unbürokratische Antragstellungen und Antragsbearbeitungen, sowie aktive Begleitung von Investoren von der Idee bis zur Ansiedlung. Ich denke, dass wir als Wirtschaftsstandort attraktiv sind. Wir müssen nur daran arbeiten potenzielle Interessenten zuerkennen und mit einem Höchstmaß an Dienstleistungen sie für uns zu gewinnen. Wenn die ansässigen Unternehmen mit der Dienstleistung unserer Stadt zufrieden sind und sich aufgehoben fühlen, können wir auch ihre Netzwerke nutzen um neue Investoren für unseren Standort zu begeistern. Wir müssen in diesem Punkt unternehmerisch denken!"

Meetingpoint JL: Wie wollen sie die Genthiner Vereine und deren Ortschaften unterstützen?
Welche Vereine haben am dringendsten Nachholbedarf?
Welche Ideen haben Sie Genthiner Bürger und Familien zur Freizeitgestaltung in der Region?
Frank Müller: "Da ich selber seit 14 Jahren Vorsitzender des Genthiner Black Belt Centers (Verein für charakterbildende Kampfkunst e.V.) bin, treffen sie hier genau meinen Nerv. Sechs Jahre habe ich mit meinem Verein an dem Projekt Schule und Verein teilgenommen, um Grundschülern die Möglichkeit zu bieten, sich sportlich zu finden und neue Sachen ausprobieren zu können. Es ist unglaublich, aber für uns es als Nutzer dieser Vereine eine Selbstverständlichkeit, was für eine Arbeit die Ehrenamtlichen, Jahr für Jahr leisten. Ich freue mich ganz besonders auf diesen Aufgabenbereich, wenn mich die Genthiner zum Stadtoberhaupt wählen werden. Ich kenne natürlich die Probleme der ansässigen Vereine. Meine Visionen zum Vereinsleben und die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Vereine wurden am 06.04.2018 beim Genthiner Staffellauf wieder einmal bekräftigt. So muss das im wahrsten Sinne des Wortes „laufen“. In solchen Projekten und in Zukunft noch größer noch kompakter und in Zusammenarbeit mit allen Vereinen, müssen wir solche Events organisieren. Wir müssen größer denken!

Hier liegt die Chance Genthin wieder positiv ins Licht zu rücken. Sport, Stadt und Vereinsarbeit verbindet! Das beantwortet gleichzeitig Ihre Frage nach den Freizeitgestaltungen für Familien in der Region. Mit solchen Veranstaltungen schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe, Freizeitgestaltung für die Bürger und eine Plattform für die Vereine um sich präsentieren zu können, ihre Vereinskassen zu füllen und fremde Menschen nach Genthin zu holen, die das Bild unserer Stadt beleben. Und mit solch einem Unternehmen, wie dem Ausrichter dieses Staffellaufs, haben wir die Profis bei uns am Ort und brauchen das Rad nicht neu zu erfinden. Es ist äußerst wichtig, dass hier Gelder des Bundes, des Landes und der Kreis und Landessportverbände akquiriert werden. Dazu ist eine Veränderung der Strukturen wichtig. Wir müssen klären, welche Bedingungen wir erfüllen müssen, damit unsere Vereine förderfähig werden und die Vereine brauchen dann die Hilfe der Verwaltung, um die Anträge zu stellen. Wir brauchen einfach nur mal über den Tellerrand hinausschauen, in Jerichow klappt das schon Vorbildhaft."

Meetingpoint JL: Welche Vereine den dringendsten Nachholbedarf haben?
Frank Müller: "Das kann ich ihnen hier nicht sagen. Ich möchte nicht, dass sich ein Verein, der noch nicht nach Hilfe gerufen hat und es ihm trotzdem an allen Ecken und Kanten fehlt, bei einer Aufzählung vergessen wird. Eine der ersten Aufgaben als zukünftiger Bürgermeister muss es also sein, sich auch hier einen Überblick über den Bedarf der Vereine zu verschaffen und dann zu reagieren."

Meetingpoint JL:Welche Baumaßnahmen wollen Sie in Ihrer Amtszeit umsetzen?
Frank Müller: "Hier verhält es sich ähnlich, wie bei Ihrer Frage zu der Sanierung der Kitas. Es wäre wohl ziemlich unprofessionell, ohne Einsicht in die jetzige Arbeit der Stadtverwaltung, hier eine Auswahl zu treffen. Wie ich schon sagte komme ich aus der Verwaltung und es ist mir klar, dass für alle Projekte eine entsprechende Finanzierung stehen muss. Auch hier wird es eine der ersten Arbeiten im neuen Amt sein, die bis jetzt angeschobenen Projekte zu sondieren und sich einen Überblick über die bereits gestellte Fördermittel und Finanzierungen zu verschaffen. Danach muss auch hier eine Dringlichkeitsliste erstellt werden, um nicht Gefahr zu laufen, dass es durch baurechtliche Auflagen zu Schließungen im öffentlichen Bereich kommt. Am Herzen liegen mir natürlich alle Maßnahmen in den öffentlichen Bereichen, angefangen von den Kindereinrichtungen, Schulen über die Schwimmhalle, den weiteren Ausbau der Radwege bis hin zu einem vernünftigen Wohnmobilstellplatz für die Genthiner Gäste. Die Liste der Aufzählungen könnte somit endlos sein."

Meetingpoint JL: Denken Sie, dass Sie sich mit Ihren Ideen im Stadtrat durchsetzen können?
Planen Sie Steuererhöhungen?
Wie würden sie die Pläne zum Stadtkulturhaus 2.0 umsetzen?
Frank Müller: "Ich möchte als Stadtoberhaupt erreichen, dass alle Entscheidungen, ausschließlich für das Vorankommen der Einheitsgemeinde Genthin getroffen werden und die parteilichen und persönlichen Befindlichkeiten weitgehend zurück gestellt werden. Es wird wichtig sein, alle Akteure von meinen Ideen, durch fachliche Argumente, begeistern und mitreißen zu können. Ich denke, wenn die vorgebrachten Ideen ordentlich ausgearbeitet sowie begründet und natürlich nicht überzogen, aber finanzierbar sind, der Stadtrat immer ein offenes Ohr dafür haben wird.

Ich bin der Meinung, dass Steuererhöhungen gerade für die Ansiedlung neuer Unternehmen konterproduktiv sind und die Bürger sowieso, durch die Steuerpolitik des Bundes reichlich zur Kasse gebeten werden. Deswegen sollten es keine Erhöhungen geben. Allerdings weiß niemand von uns, was die Zukunft bringt und welche Maßnahmen nötig werden sein, damit die Stadt weiterhin liquide bleibt.

Das Thema Stadtkulturhaus und noch viel mehr die vernünftige Versorgung der Schüler des Genthiner Gymnasiums und der Grundschule hat natürlich wegen dem vorhandenen Zeitfenster hohe Priorität. Bitte verstehen Sie, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt über das wie keine Aussagen machen kann, weil dies nur spekulativ wäre. Auch hier muss ich mir, mit dem verantwortlichen Team in der Verwaltung einen Überblick verschaffen um die passende Vorgehensweise dazu erarbeiten."

Hinweis: Jeder Kandidat ist für sein geschriebenes selbst verantwortlich. Der Meetingpoint bildet hier  lediglich die zur Verfügung gestellten Antworten ab!

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Bilder


  • Frank Müller: Foto: Frank Müller


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